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Schafft es Keanu Ebanks über die Sea Devils in die NFL?

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Keanu Ebanks  ist ein Schlüsselspieler in der Offensive Line. Seine Hauptaufgabe: Quarterback Jadrian Clark beschützen.

Keanu Ebanks ist ein Schlüsselspieler in der Offensive Line. Seine Hauptaufgabe: Quarterback Jadrian Clark beschützen.

Foto: LeonieHorky / WITTERS

Der 27-Jährige wurde schon vom NFL Pathway Program eingeladen – und enttäuscht. Was er für das Play-off-Halbfinale in Hamburg fordert.

Hamburg. Manchmal kommt noch der nordenglische Akzent durch. Er habe früher an der University of Hol gespielt, erzählt Keanu Ebanks. Hol? „H, U, L, L“, buchstabiert der 27-Jährige und lacht. University of Hull – okay, verstanden. Immerhin: Bei den Hamburg Sea Devils wurde dem Offensive Lineman die Aussprache mancher Begriffe noch nicht zum Verhängnis – auch wenn Headcoach Andreas Nommensen eher auf American English setzt.

„Hamburg ist eine wunderschöne Stadt und Coach Nommensen ein sehr guter Trainer. Das hat bei meiner Entscheidung, nach Hamburg zu kommen, eine große Rolle gespielt“, sagt der 138-Kilo-Schrank. Nach seinem Mastersstudium in Hull wagte er 2018 mit dem Wechsel zum GFL-Club Hildesheim Invaders zum ersten Mal den sportlichen Schritt ins Ausland.

Ebanks vom NFL Pathway Program eingeladen

Nach zwei Saisons in der höchsten deutschen Spielklasse wurde er mit seinem damaligen und auch heutigen Teamkollegen Jeffrey Juurlink vom NFL Pathway Program – dem internationalen Rekrutierungsprogramm der US-Football-Profiliga – zum viertägigen Probetraining nach Köln eingeladen.

„Ich hatte gedacht, dass ich es schaffe“, erinnert sich Ebanks. „Ich hatte eigentlich die besten Werte aller Linemen.“ Auch weil er erst zwei Jahre zuvor eine große Knieoperation hinter sich gebracht hatte, glaubt Ebanks, wurde er nicht zur nächsten Runde eingeladen. „Diese Enttäuschung hat mich daran erinnert, noch härter arbeiten zu müssen“, sagt der 1,98 Meter große Athlet. „In die NFL zu kommen ist hart, insbesondere wenn man nicht aus der besten Footballschule kommt. In England gibt es nicht genug gute Spieler.“ Anstatt in die NFL ging es für Ebanks 2020 für eine Saison zu den Stockholm Mean Machines.

Hamburg Sea Devils müssen sich steigern

Das Play-off-Halbfinale in der Europaliga ELF dürfen die Sea Devils am 12. September vor 2200 Fans im Stadion Hoheluft bestreiten. Das Franchise erhielt eine entsprechende Ausnahmegenehmigung der Stadt. „Wir haben jetzt eine Bye-Week, um uns zu erholen und konzentriert darauf vorzubereiten“, sagt Ebanks. Damit es nach der spielfreien Woche kein Bye-Bye-Weekend gibt, müssen sich die zuletzt schwächelnden Hamburger aber steigern.

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„Wir müssen in der Offensive einen besseren Rhythmus finden“, fordert der Anhänger des Premier-League-Clubs Leeds United. Den Gegner ermitteln die Panthers Wroclaw und Leipzig Kings am Sonntag im direkten Duell. Wen bevorzugt Ebanks? „Das spielt keine Rolle, bringt mir beide“, sagt er trocken. Klar verständlich, ohne zu buchstabieren.

( bron )

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