St.-Pauli-Einzelkritk

Irvine fliegt emissionsfrei – Smith wird zur Drehtür

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Rupert Fabig
Jackson Irvine (o.) brachte den FC St. Pauli gegen den SV Sandhausen spektakulär in Führung.

Jackson Irvine (o.) brachte den FC St. Pauli gegen den SV Sandhausen spektakulär in Führung.

Foto: Cathrin Müller / Getty Images

Gegen Sandhausen hatte St. Pauli einen autofreien Spieltag ausgerufen. Auf dem Rasen lief es dann wie im Stadtverkehr. Die Einzelkritik.

Hamburg. Während Leistungsträger wie Leart Paqarada und Lukas Daschner ihre Formkrise beendeten, setzt sich die Ergebniskrise des FC St. Pauli mit dem 1:1 (1:0) gegen den SV Sandhausen fort. So haben sich die Profis im Einzelnen geschlagen – die Einzelkritik.

Vasilj: Hatte auch am autofreien Spieltag das Steuer im Tor sicher in der Hand. Dann der Satz, der fast immer passt: Konnte beim Gegentor nichts machen.

Saliakas (bis 86.): Ein D-Zug auf der rechten Bahn. Einer, der defensiv sogar pünktlich kommt. Ein neues Wort für seinen in dieser Woche beginnenden Sprachkurs: Pfosten.

Zander (ab 86.): Auch mit ihm geriet der Verkehr auf der rechten Spur nicht in Stocken, vergab aber die Chance zum 2:1.

Nemeth (bis 86.): An ihm war das Vorbeikommen schwieriger als an einem Stau im Elbtunnel.

Fazliji (ab 86.): Darf nach seinem Kurzeinsatz eine Runde ausradeln.

Medic: Siehe Nemeth – würde er nicht gelegentlich eine Rettungsgasse bilden.

Paqarada: Die Verteidiger standen teils enger um ihn als U3-Reisende in der morgendlichen Rushhour. Störte alles nicht. Klasse Vorlage, stieg an der „Endstation Minikrise“ aus.

St.-Pauli-Einzelkritik: Irvine fliegt emissionsfrei

Irvine: Bewies bei seinem Kopfball zum 1:0, dass emissionsfreies Fliegen möglich ist. Auch sonst überzeugend.

Smith (bis 79.): Erinnerte an eine Drehtür, so wie er Bälle direkt nach vorne weiterleitete, sich nach verlorenen Zweikämpfe aber auch nach hinten umsah.

Metcalfe (ab 79.): Diesmal kein Faktor. Als wäre er im Teambus sitzen geblieben.

Daschner: Tauchte aus seinem U-Bahn-Schacht vor Wochen auf. Sehr aktiv und präsent. Der Abschluss bleibt ein Schwachpunkt.

Hartel: Unauffälliger als zuletzt, dabei aber dennoch nicht schwach.

Eggestein (bis 69.): Bislang standen alle Stürmer außer ihm zur Disposition. Bislang.

Matanovic (ab 69.): Versucht, sein erstes Saisontor zu erzwingen.

Amenyido (bis 69.): Sein spielerisches Element tat dem Angriff gut, obwohl er häufiger gefoult wurde, als er Glück beim Abschluss besaß.

Otto (ab 69.): Wird selten gesucht und fast nie gefunden. Arbeitet jedoch munter gegen den Ball.

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