St. Paulis Einzelkritik

Otto, der ideale Joker – aber die Abwehr bereitet Sorgen

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David Otto traf nach seiner Einwechslung für St. Pauli.

David Otto traf nach seiner Einwechslung für St. Pauli.

Foto: Witters

Torhüter Smarsch und Verteidiger Medic wirkten erneut nicht sicher. Der eine verschuldete ein Gegentor, der andere traf doppelt.

Straelen. Erleichterung beim Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli: Das Team von Trainer Timo Schultz hat sich am Samstag zu einem 4:3 (2:2) beim Regionalligisten SV Straelen gemüht und steht damit in der zweiten Runde des DFB-Pokals. „Wir sind erleichtert, dass wir schlussendlich doch in die nächste Runde eingezogen sind“, sagte Schultz. Die Einzelkritik der Kiezkicker:

Smarsch: Das Freistoßtor zum 3:3 ging auf seine Kappe, weil er zu mutig auf eine Flanke spekuliert und nicht mit einem Direktschuss gerechnet hatte.

Saliakas: Die Rote Karte gegen ihn nach einem Offensivfoul war hart. Vorher war er aber auch nicht wie gewünscht ins Spiel gekommen und ließ sich auch schon mal überlaufen.

Fazliji (bis 90.+3): Sah beim zweiten Gegentreffer im Duell mit dem Torschützen Nshimirimana ganz schlecht aus. Der Startelfdebütant steigerte sich in der zweiten Halbzeit.

Einzelkritik: Medic rettet St. Pauli

Dzwigala (ab 90.+3): Half noch mit, den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen.

Medic: Als Doppeltorschütze avancierte der Abwehrchef zum Pokalhelden. In seinem Hauptjob in der Innenverteidigung aber war er auch nicht immer sicher und brachte mit einem zu schwachen Rückpass Keeper Smarsch in Schwierigkeiten.

Paqarada: Schlug diverse Flanken und Ecken, traf mit einem Freistoß den Pfosten und musste sich manch harter Attacken erwehren, die ihm zeitweise die Lust zu nehmen schienen.

Smith: Gleich drei Freistöße von ihm führten direkt oder als Vorlage zu Toren. Das gezielte Training zahlte sich für den Schweden aus.

Irvine: Blieb diesmal ohne Torerfolg und auch sonst weniger auffällig als zuletzt.

Hartel: Der Techniker konnte weniger Impulse als gewünscht setzen.

Einzelkritik: Eggestein agierte unglücklich

Daschner (bis 61.): Der Zehner war umtriebig nach vorn, vergab früh eine große Torchance und leistete sich manchen Ballverlust. Seine wichtigste Tat war, mit dem Kopf ein Gegentor zu verhindern.

Boukhalfa (ab 61.): Brachte neue Impulse ins Spiel, ohne dabei zu glänzen.

Eggestein (bis 78): Lange sehr fleißig in vorderster Linie, aber unglücklich. Sein gefühlvoller Lupfer auf Torschütze Otto zum 3:2, hatte aber Klasse.

Zander (ab 78.): Nahm nach dessen Platzverweis die Position von Saliakas ein und machte seine Sache ordentlich.

Einzelkritik: Otto, der ideale Joker

Matanovic (bis 61.): Rieb sich im Angriff auf, ohne recht zum Abschluss zu kommen.

Otto (ab 61.): Kaum war der Stürmer auf dem Feld, traf er auch schon zum 3:2 – ein idealer Joker.

Die Statistik:

Straelen: Kratzsch – Cirillo, Baraza, Päffgen, Miyamoto – Fionouke, Munsters (74. N'Diaye) – Mata, Vicario, Harouz – Nshimirimana (60. Munsters). – Trainer: Oliseh

St. Pauli: Smarsch – Saliakas, Fazliji (90.+3 Dzwigala), Medic, Paqarada - Smith – Irvine, Hartel – Daschner (61. Boukhalfa) – Matanovic (61. Otto), Johannes Eggestein (78. Zander). – Trainer: Schultz

Schiedsrichter: Tom Bauer (Neuhofen)

Tore: 1:0 Vicario (19.), 1:1 Smith (26.), 1:2 Medic (40.), 2:2 Nshimirimana (42.), 2:3 Otto (62.), 3:3 Vicario (80.), 3:4 Medic (90.)

Zuschauer: 5874 (in Duisburg)

Gelbe Karten: Harouz, N'Diaye, Cirillo –

Rote Karte: Saliakas (St. Pauli) wegen groben Foulspiels (77.)

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