St. Paulis Einzelkritik

Punktretter Amenyido – Burgstaller komplett abgemeldet

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Amenyido (3.v.l.) rettete St. Pauli einen Punkt gegen Aue.

Amenyido (3.v.l.) rettete St. Pauli einen Punkt gegen Aue.

Foto: Imago / Hübner

Beim Remis gegen Aue vermisst St. Pauli die Kreativität des beim Afrika-Cup mitwirkenden Kyereh. Sein Ersatz blieb wirkungslos.

Hamburg. Beim Aufgalopp der ersten Highlight-Woche des Jahres ist der FC St. Pauli ins Stolpern geraten. Mit dem 2:2 (1:1) gegen den Abstiegskandidaten Erzgebirge Aue kassierten die Hamburger am Sonnabend einen unerwarteten Dämpfer im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga. Drei Tage vor dem Achtelfinale im DFB-Pokal am Dienstag (20.45 Uhr/Das Erste und Sky) gegen Titelverteidiger Borussia Dortmund und sechs Tage vor dem Stadtderby am Freitag (18.30 Uhr) beim HSV war das Team von Cheftrainer Timo Schultz gegen die Auer trotz der Überlegenheit von der Form der Hinrunde um einiges entfernt. Die Einzelkritik der Kiezkicker:

Vasilj: Bei den Gegentoren ohne Chance. Sonst war er kaum gefordert. Ein mehr als undankbarer Nachmittag für den Keeper.

Ohlsson (bis 86.): Beim 0:1 ließ er den Torschützen Zolinski in seinem Rücken zu leicht weglaufen. Seine Flankenversuche hatten deutliches Verbesserungspotenzial.

Dzwigala (ab 86.): War am Punktgewinn noch beteiligt.

Einzelkritk: Medics Premierentor

Ziereis: Ließ vor dem ersten Gegentor Flankengeber Owusu zu viel Platz und ließ beim zweiten Gegentreffer den Torschützen Trujic entwischen.

Medic: Der starke Innenverteidiger hat jetzt endlich auch sein Ligator für St. Pauli. Insgesamt eine souveräne Partie des Kroaten, nur beim zweiten Gegentor sah er auch nicht richtig gut aus.

Paqarada: Der Linksverteidiger konnte nicht an seine vor der Winterpause meistens gezeigte Form anknüpfen, dennoch einer der aktivsten St. Paulianer.

Smith: Zirkelte den Freistoß zum 1:1 maßgerecht auf den Kopf von Medic. Ansonsten eine eher unauffällige Partie mit einigen Schwächen.

Einzelkritik: Irvine vergibt Riesenchance

Irvine (bis 75.): Vergab einige gute Torchancen. Konnte dem Spiel seines Teams ansonsten nicht den sonst gewohnten Spirit einhauchen.

Becker (ab 75.): Blieb in der Schlussphase weitgehend unauffällig.

Hartel (bis 86.): Der Distanzschuss kurz vor der Pause war die auffälligste Szene des zwar fleißigen, aber diesmal wenig effektiven Mittelfeldspielers.

Daschner (ab 86.): Ein mutiger Direktschuss war seine auffälligste Szene.

Kyereh-Ersatz Buchtmann unauffällig

Buchtmann (bis 70.): Der Zehner kam kaum einmal in eine aussichtsreiche Schussposition. Insgesamt gelang ihm bei allem Einsatzwillen nicht so viel wie erhofft.

Amenyido (ab 70.): Zunächst verlor der Stürmer mehrmals den Ball, ehe er mit seinem sehenswerten Tor zum 2:2 zum Punktretter avancierte. Er ist nun St. Paulis 14. Ligatorschütze in dieser Saison.

Burgstaller: Der Torjäger war praktisch komplett abgemeldet, kam daher zu keiner gefährlichen Torszene. Er gab aber nicht auf, wich auf die Flügel aus und bediente seine Mitspieler.

Dittgen (bis 75.): Der schnelle und bullige Stürmer kam kaum einmal zu torgefährlichen Szenen.

Matanovic (ab 75.): Kämpfte noch mit und hätte mit einem Volleyschuss fast noch das Siegtor erzielt.

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