Gegen Aue

Heimserie reißt! Aber St. Pauli hat schon „Bock“ auf den HSV

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St. Paulis Toptorjäger Guido Burgstaller blieb gegen Aue torlos.

St. Paulis Toptorjäger Guido Burgstaller blieb gegen Aue torlos.

Foto: Witters

Der FC St. Pauli hatte acht Heimspiele in Serie gewonnen. Doch gegen den Abstiegskandidaten endet die eindrucksvolle Bilanz.

Hamburg. Der Tabellenführer strauchelt – und das am Millerntor. Nach acht Heimsiegen in Serie hat der FC St. Pauli beim 2:2 (1:1) gegen den Tabellenvorletzten Erzgebirge Aue erstmals in dieser Saison zu Hause Punkte abgeben müssen. Lange Zeit sah es sogar nach einer Niederlage aus. Dann aber rettete der eingewechselte Etienne Amenyido dem Kiezclub zumindest einen Punkt mit seinem herrlichen Schlenzer in der dritten Minute der Nachspielzeit.

Einen Tag nach dem 1:1 des HSV in Dresden hat somit auch der zweite Hamburger Zweitligist den Start ins neue Jahr verpatzt. „Wir sind nicht zufrieden und haben Aue mit einigen Ballverlusten in die Karten gespielt. Es waren zu viele Fehler“, monierte Kapitän Philipp Ziereis bei Sky.

FC St. Pauli vermisst Kyereh

St. Pauli tat sich von Beginn an schwer gegen den leidenschaftlich kämpfenden Abstiegskandidaten aus dem Erzgebirge. Ohne Spielmacher Daniel-Kofi Kyereh, der mit Ghana beim Afrika-Cup antritt, ließ die Mannschaft von Trainer Timo Schultz die Leichtigkeit aus der ersten Saisonhälfte vermissen.

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Aue erwies sich als unbequemer Gegner und ging durch einen von Ben Zolinski blitzsauber abgeschlossenen Konter mit 1:0 in Führung (17.). Abwehrspieler Jakov Medic köpfte St. Pauli nach einem neu einstudierten und von Eric Smith getretenen Standard zum 1:1 (30.). In der zweiten Hälfte stellte Aues Nikola Trujic den alten Abstand wieder her, ehe Amenyido für den sehenswerten Schlusspunkt sorgte.

In der Tabelle bleibt der FC St. Pauli an der Spitze, weil Verfolger Darmstadt 98 am Abend nur zu einem 2:2 (0:1) gegen den Karlsruher SC kam.

Tabellenspitze 2. Bundesliga:

1. SV Darmstadt 20 Sp. / 45:22 / 39 Pkt.
2. FC St. Pauli 20 / 40:27 Tore / 37
3. Werder Bremen 20 / 39:28 / 35
4. FC Schalke 20 / 40:24 / 34
5. HSV 20 / 34:20 / 34
6. 1. FC Heidenheim 20 / 25:25 / 34
7. 1. FC Nürnberg 20 / 29:23 / 33
8. Jahn Regensburg 19 / 38:28 / 31
9. SC Paderborn 20 / 36:26 / 30

FC St. Pauli vor Highlightwoche

Für St. Pauli geht es bereits am Dienstag weiter mit dem Pokal-Achtelfinale bei Titelverteidiger Borussia Dortmund (20.30 Uhr/Das Erste und Sky). Drei Tage später steht das Stadtderby beim HSV (Fr., 18.30 Uhr/Sky) an. „Wir können eh nur noch besser spielen. Dortmund ist ein absolutes Bonusspiel“, sagte Abwehrchef Ziereis, der sich vor allem auf das Derby freut. „Freitagabend, Derby in Hamburg – mehr geht nicht! Es stehen zwei absolut geile Spiele vor uns. Wir haben einfach Bock drauf und werden sicher besser spielen als heute.“

Die Statistik

  • St. Pauli: Vasilj - Ohlsson (85. Dzwigala), Ziereis, Medic, Paqarada - Smith - Irvine (75. Becker), Hartel (85. Daschner) - Buchtmann (69. Amenyido) - Burgstaller, Dittgen (75. Matanovic). - Trainer: Schultz
  • Aue: Männel - Cacutalua, Gonther, Carlson - John-Patrick Strauß, Fandrich, Zolinski - Jonjic, Hochscheidt - Kühn (64. Trujic, 81. George), Owusu (89. Gueye). - Trainer: Dotchev
  • Schiedsrichter: Patrick Alt (Heusweiler)
  • Tore: 0:1 Zolinski (17.), 1:1 Medic (30.), 1:2 Trujic (72.), 2:2 Amenyido (90.+3)
  • Zuschauer: 1724
  • Gelbe Karten: - Trujic
  • Torschüsse: 12:7
  • Ecken: 5:2
  • Ballbesitz: 67:33 Prozent
( wal )

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