Spitzenreiter

3:2 in Nürnberg – St. Pauli auch ohne Schultz weiter obenauf

| Lesedauer: 2 Minuten
Nach dem Auswärtssieg in Nürnberg fehlen dem FC St. Pauli nur noch vier Punkte zur Einstellung des eigenen Hinrunden-Punkterekords.

Nach dem Auswärtssieg in Nürnberg fehlen dem FC St. Pauli nur noch vier Punkte zur Einstellung des eigenen Hinrunden-Punkterekords.

Foto: Witters

Kiezclub erobert ohne seinen an Corona erkrankten Cheftrainer die Tabellenführung zurück. Doch ein Torschütze muss vom Platz.

Nürnberg/Hamburg. Der eiskalte FC St. Pauli hat in der 2. Fußball-Bundesliga die Tabellenführung nach nur 24 Stunden zurückerobert. Auch ohne ihren an Corona erkrankten Trainer Timo Schultz gewannen die Kiezkicker das Spitzenspiel beim 1. FC Nürnberg dank gnadenloser Effizienz mit 3:2 (2:1) und zogen wieder an Darmstadt 98 vorbei.

Für St. Pauli schossen Guido Burgstaller (3.) und Leart Paqarada (10.) früh einen beruhigenden 2:0-Vorsprung heraus. Adam Dzwigala (64.) machte in der zweiten Hälfte alles klar für die Gäste. Vor allem bei Letzterem bewies das Co-Trainer-Duo Loïc Favé und Fabian Hürzeler ein goldenes Händchen – Verteidiger Dzwigala war erst zur Halbzeit für Sebastian Ohlsson in die Partie gekommen.

Torschütze Paqarada muss früh runter

Noch früher beendet war die Partie für Paqarada. Der Außenverteidiger hatte schon seinen Torerfolg unter Schmerzen erzielt und musste bereits nach 27 Minuten durch Lars Ritzka ersetzt werden. Zuvor hatte Paqarada auch als Vorbereiter geglänzt: Die Führung durch Burgstaller legte er auf, worauf sich der Stürmer seinerseits mit der Vorarbeit des Paqarada-Treffers revanchierte.

Am Ende stand der erst dritte Auswärtssieg für die Hamburger in dieser Saison, die vor allem in Heimspielen ihre Punkte gesammelt hatten. Johannes Geis (21.) und Manuel Schäffler (72.) gelangen jeweils nur die Anschlusstreffer.

Schultz schaut das Spiel im Schlafzimmer

St.-Pauli-Trainer Schultz hatte Nürnberg am Freitag noch als „die defensiv stabilste Mannschaft“ der 2. Liga gelobt. Lediglich zwölf Gegentore hatten die Franken zuvor zugelassen.

Das Spiel wollte der 44-Jährige aus dem heimischen Schlafzimmer verfolgen, wie Sky-Experte Torsten Mattuschka nach einem Telefonat mit Schultz vor dem Anpfiff verriet.

"Es wird keinen unmittelbaren Kontakt zur Bank geben, das würde auch keinen Sinn ergeben", sagte St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann bei Sky. Zudem sei auf der Tribüne ein Analyst platziert.

( HA )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: St. Pauli