St. Paulis Einzelkritik

Kurios: Keeper Vasilj trotz vier Gegentoren noch der Beste

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Andreas Hardt

Darmstadt - St. Pauli: Highlight-Clips

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Zander war völlig neben der Spur. Erst vier Wechsel zur Pause (!) brachten Stabilität in St. Paulis fehlerhaftes Spiel.

Darmstadt. Die Erfolgsserie des FC St. Pauli hat am Samstag ein jähes Ende gefunden. Nach sechs Spielen ohne Niederlage verlor die Mannschaft von Trainer Timo Schultz beim SV Darmstadt 98 nach einer ganz schwachen Leistung in der ersten Halbzeit glatt mit 0:4 (0:4) und musste dadurch auch die Tabellenführung an die „98er“ abgeben.

Vasilj: Sah vor dem 0:4 nicht gut aus. Verhinderte jedoch weitere Tore und wurde von seinen Vorderleuten allein gelassen.

Zander (bis 46): Völlig neben der Spur. Verlor auf seiner rechten Seite diverse Duelle.

Ohlsson (ab 46.): Wichtige Spielpraxis für den Schweden, der in den Zweikämpfen stabiler wirkte.

Ziereis: Auch der Kapitän fand nicht zur Ruhe im Darmstädter Angriffswirbel.

St. Pauli: Wechsel brachten Besserung

Medic (bis 46.): Der bislang so starke Kroate hatte einen schwarzen Tag. Vielleicht lag es an dem Kopfstoß von Manu in der elften Minute, nachdem er minutenlang behandelt wurde.

Lawrence (ab 46.): Trug dazu bei, dass die Abwehr stabiler wurde.

Paqarada: Bekam den überragenden Manu auch nicht in den Griff, seine Standards waren auch schon mal besser.

Aremu (bis 46.): Der Nigerianer konnte auf der Sechs der Abwehr keine Stabilität verleihen.

Smith (ab 46.): Mit seiner Körpergröße in Halbzeit zwei die bessere Lösung im defensiven Mittelfeld.

Irvine: Patzte entscheidend vor dem 0:1. Sonst unauffällig.

Rotwürdiges Foul gegen Kyereh

Kyereh (bis 86): Lief sich immer wieder in der Darmstädter Abwehr fest und wurde oft mit Fouls gestoppt. Klaus Gjasula hätte nach einem Einsteigen gegen ihn in der 45. Minute Rot sehen müssen.

Buchtmann (ab 86.): Ein wenig Spielpraxis schadet ja nie.

Hartel (bis 46.): Der elegante Dauerläufer wirkte physisch überfordert.

Tabellenspitze 2. Bundesliga

1. FC St. Pauli 16 Sp. / 36:19 Tore / 35 Pkt.
2. Darmstadt 98 16 / 38:20 / 29
3. Jahn Regensburg 15 / 33:20/ 28
4. SC Paderborn 16 / 30:18 / 27
5. 1. FC Nürnberg 16 / 23:16 / 27
6. 1. FC Heidenheim 16 / 19:20 / 27
7. HSV 16 / 27:17 / 26
8. FC Schalke 04 16 / 29:21 / 26

Benatelli (ab 46.) Mit seiner Passsicherheit wurde es besser.

Amenyido: Weitgehend wirkungslos. Kam nicht in Offensivaktionen, in denen er sein Tempo hätte ausspielen können.

Burgstaller: Torwart Marcel Schuhen verhinderte in der dritten Minute gegen ihn mit einer Glanzparade das 1:0 für St. Pauli. Unermüdlich aber erfolglos.

Die Statistik:

  • Darmstadt: Schuhen – Bader, Pfeiffer, Isherwood, Holland – Tobias Kempe, Gjasula (46. Celic) – Manu (59. Ronstadt), Honsak (76. Karic) – Tietz (82. Berko), Pfeiffer (76. Mehlem). – Trainer: Lieberknecht
  • St. Pauli: Vasilj – Zander (46. Ohlsson), Ziereis, Medic (46. Lawrence), Paqarada – Aremu (46. Smith) – Irvine, Hartel (46. Benatelli) – Kyereh (86. Buchtmann) - Burgstaller, Amenyido. – Trainer: Schultz
  • Schiedsrichter: Tobias Reichel (Stuttgart)
  • Tore: 1:0 Tietz (6.), 2:0 Manu (29.), 3:0 Pfeiffer (39.), 4:0 Pfeiffer (41.)
  • Zuschauer: 13.000 (ausverkauft)
  • Gelbe Karten: Gjasula (4), Bader (4), Celic – Zander (2)
  • Torschüsse: 12:12
  • Ecken: 5:3
  • Ballbesitz: 40:60 Prozent

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