Zweite Bundesliga

FC St. Pauli und Bremen: Nachhaltig ins Trainingslager

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Sebastian Ohlsson (28) soll im Test gegen Viborg Spielpraxis erhalten.

Sebastian Ohlsson (28) soll im Test gegen Viborg Spielpraxis erhalten.

Foto: Tim Groothuis / Witters

Die Zweitliga-Clubs teilen sich Flugzeug für Spanien-Trip, der Umwelt zuliebe. Am Donnerstag spielen die Kiezkicker gegen Viborg.

Hamburg. Für den FC St. Pauli und Werder Bremen geht es gleich zu Beginn des kommenden Jahres zusammen hoch hinaus. Die beiden Zweitligisten wollen gemeinsam in ihre Winter-Trainingslager nach Spanien fliegen (2.-9. Januar), um dadurch die Umweltbelastung in Grenzen zu halten. Die Kiezkicker werden ihr Trainingslager in Benidorm bei Alicante absolvieren, die Bremer üben rund 100 Kilometer südlich bei Murcia.

„Daher lag es für beide Vereine, die für Nachhaltigkeit im Fußball stehen, nahe, sich einen Flieger zu teilen, um einen möglichst geringen CO2-Ausstoß zu verursachen“, sagte Werder-Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald. St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann ergänzte: „Wir haben eine vernünftige, ressourcenschonende Variante gefunden, auch vor dem Hintergrund, dass es kein Angebot an passenden Linienflügen gibt.“

Warum sich St. Pauli und Werder Bremen einen Flug ins Trainingslager teilen

Bis es allerdings so weit ist, warten auf Bremen noch fünf Spiele in 2021 in der Zweiten Liga, auf St. Pauli nach der Verlegung der Sandhausen-Partie (neuer Termin noch unklar) sogar sechs. Kombiniert mit der Länderspielpause bedeutet das für den FC St. Pauli eine Pflichtspielpause von drei Wochen.

Da kommt das Testspiel gegen den dänischen Erstligisten Viborg FF (14 Uhr in Norderstedt) sehr gelegen. Auch wenn es Trainer Timo Schultz (44) in der Partie gegen den Tabellenneunten der Superliga weniger um die Spielpraxis seiner Stammspieler geht, als vielmehr um das Heranführen jener Spieler, die zuletzt nur selten zum Zug kamen.

FC St. Pauli: Schultz muss ohne einige Stammspieler auskommen

„Ich hoffe vor allem, dass Spieler wie Sebastian Ohlsson und Eric Smith den nächsten Schritt gehen, um nicht nur für den Kader, sondern auch für einen längeren Einsatz infrage zu kommen“, so Schultz. Gegen Viborg sollen sie dann mindestens eine Halbzeit auf dem Platz stehen. Genauso wie die vier Nachwuchsspieler Max Brandt (20), Aurel Loubongo (20) Maximilian Schütt (19/ alle aus der U23) und Nathaneal Kukanda (18/ U19), die auch im Training der Profis schon mit dabei waren.

Auf der anderen Seite wird Schultz auf einige seiner Stammkräfte mit vielen Einsatzminuten in den Beinen verzichten. Neben dem noch angeschlagenen Leart Paqarada (27) und Afeez Aremu (22), der die Pause nutzte, um „andere Themen zu bearbeiten“ (Schultz), kann sich St. Paulis Trainer auch vorstellen, Jakov Medic (23) zu schonen. „Nur bei Burgi traue ich mir das nicht zu“, sagte Schultz lachend über seinen Torjäger. „Dann gibt es wieder böse Blicke.“

( jal )

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