FC St. Pauli

Chance auf den Aufstieg ist statistisch groß

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Andreas Hardt
Luca-Milan Zander (l., mit Igor Matanovic) weist den Weg: Mit St. Pauli soll es weiter aufwärts gehen, womöglich sogar in die Erste Bundesliga.

Luca-Milan Zander (l., mit Igor Matanovic) weist den Weg: Mit St. Pauli soll es weiter aufwärts gehen, womöglich sogar in die Erste Bundesliga.

Foto: Witters

Neun Clubs hatten seit 2011 so viele Punkte wie jetzt St. Pauli. In den kommenden Wochen hat der Club noch einiges vor sich.

Hamburg. Den Blick auf die Tabelle, den versucht sich Philipp Ziereis zu verkneifen. Bringt ja nichts, ebenso wie Fantasien von einem möglichen Bundesligaaufstieg. „Was sollen wir jetzt vom März, April träumen?“, sagte der Kapitän des FC St. Pauli am Dienstag. „Es hat sich für uns ausgezahlt, von Woche zu Woche zu denken.“ Dennoch muss der 28-Jährige bezüglich der Chancen auf einen Bundesligaaufstieg einräumen: „Wenn man diese Ausgangslage nicht gut findet, dann ist man nie zufrieden.“

Mit 26 Punkten nach zwölf Spieltagen, mehr als einem Saisondrittel, führt St. Pauli die Zweitligatabelle an. Statistisch liegt die Wahrscheinlichkeit eines Aufstieges damit bei 66 Prozent. In den vergangenen zehn Saisons hatten neun Teams nach zwölf Spieltagen 26 Punkte oder mehr auf ihrem Konto, nur drei sind gescheitert: Holstein Kiel (26 Punkte 2021 und 2018) gleich zweimal. Auch Eintracht Braunschweig schaffte es 2017 trotz 26 Punkten nach zwölf Spieltagen nicht. 2012 gingen dagegen sogar drei Vereine hoch: Fürth (29), Frankfurt und Düsseldorf (je 28). Die Fortuna (29) stieg auch 2018 auf, Ingolstadt (26) 2015 und Eintracht Braunschweig (30) 2013.

St.Pauli: Schwere Auswärtspartien in Darmstadt und Nürnberg

Die glänzende Ausgangslage zu halten wird nun die schwere Aufgabe für die Kiezkicker sein. Jeder Überraschungseffekt über deren Spielweise ist inzwischen dahin. „Das werden die Herausforderungen in den nächsten Wochen für uns sein, dass sich die Gegner ein Stück weit besser auf uns einstellen werden. Einfach weil wir Erster sind“, weiß Ziereis. „Das gilt es jetzt anzunehmen und dann die Lösungen zu finden.“ Schon Heidenheim, Dresden im DFB-Pokal und zuletzt Bremen hätten „uns das Leben schwer“ gemacht und sich taktisch gut auf St. Pauli vorbereitet.

Nach dem Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) gegen den SV Sandhausen („ekliger Gegner“) folgen zum Abschluss der Hinrunde die schweren Auswärtspartien in Darmstadt und Nürnberg, ein Heimspiel gegen Schalke und noch ein Auswärtsspiel in Düsseldorf. „Wochen der Wahrheit“ sozusagen. Erst danach wird man wissen, was die jetzige Tabellenführung noch wert ist.

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