Einzelkritik

Paqarada ist St. Paulis Standard-König, Vasilj kaum geprüft

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Andreas Hardt
Ein Bild mit Symbolcharakter: Leart Paqarada (l.) war vom FC Ingolstadt nicht zu stoppen.

Ein Bild mit Symbolcharakter: Leart Paqarada (l.) war vom FC Ingolstadt nicht zu stoppen.

Foto: Witters

Beim 4:1-Sieg gegen den FC Ingolstadt funktionierte der Kiezclub in Kollektiv. Kyereh etwas zu eigensinnig.

Hamburg. Der FC St. Pauli bliebt eine Heimmacht. Das 4:1 gegen einen desolaten FC Ingolstadt war das Ergebnis einer guten mannschaftlichen Leistung. Doch einige Spieler stachen hinaus. Die Einzelkritik:

Vasilj: Nicht ernsthaft gefordert – sah in seinem lilafarbenen Torwart-Trikot trotzdem gut aus. Beim abgefälschten Gegentor chancenlos.

Zander (bis 88.): Beherrschte die rechte Seite und traf zum 1:0 per Kopf wie ein echter Mittelstürmer.

Beifus (ab 88.): Der 18-Jährige durfte sein Zweitligadebut feiern.

Ziereis: Der Kapitän kehrte nach Rotsperre ins Team zurück und wurde zur Wiedereingewöhnung keinesfalls überfordert. Fälschte beim Anschlusstor unglücklich ab.

Medic (bis 88.): Überwiegend souverän wie bislang immer und mit seiner Kopfballstärke eine echte „Waffe“.

Dzwigala (ab 88.): Ließ die Partie mit austrudeln.

Paqarada (bis 80.): Überragend. St. Paulis „Meister des ruhenden Balles“ lieferte doppelt bei der Ecke zum 1:0 und bei der Flanke zum 2:0. Auch das 3:0 bereitete er vor. In der Abwehr praktisch nicht gefordert.

Ritzka (ab 80.): Paqaradas Stellvertreter durfte Spielpraxis sammeln.

Aremu: Sehr gut. Mit jedem Spiel als Sechser gewinnt er an Routine hinzu. Den physisch starken Nigerianer möchte im Zweikampf niemand als Gegner haben.

Irvine: Gelungenes Startelfdebut für den Australier, der Finn Ole Becker mit Spielwitz, Abgeklärtheit und kombinationssicher gut ersetzte.

Hartel (bis 66.): Initiator vieler Angriffe aus dem Mittelfeld heraus, technisch eine Augenweide – und läuferisch sowieso eine Eins.

Benatelli (ab 66.): Fiel nicht auf, fiel nicht ab.

Kyereh: Immer unterwegs, will jeden Ball haben. War kaum in den Griff zu kriegen. Er hatte bei seinen Abschlüssen aber Pech oder versuchte zu viel auf eigenen Faust.

Burgstaller (bis 66.): Wich viel auf die Flügel aus, arbeitete auch zurück, holte sich viele Bälle und kombinierte munter im und um den Strafraum herum. Seine Chance zum 3:0 nutzte er mit absoluter Selbstverständlichkeit.

Buchtmann (ab 66.): Der dienstälteste St. Pauli-Profi traf nach seiner langen Leidenszeit erstmals seit dem 16. Februar 2019 wieder ins Tor.

Dittgen: Krönte seinen ersten Startelfeinsatz in dieser Saison mit dem Tor zum 2:0, nachdem er in der ersten Hälfte mit zwei hundertprozentigen Chancen noch an Torwart Fabijan Buntic gescheitert war.

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