Anführer

Philipp Ziereis ist der neue Kapitän beim FC St. Pauli

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Julius Allzeit
Philipp Ziereis führt den FC St. Pauli als Kapitän an.

Philipp Ziereis führt den FC St. Pauli als Kapitän an.

Foto: Witters

Sein Stellvertreter ist sein Partner in der Innenverteidigung, James Lawrence. Die Entscheidung traf Trainer Timo Schultz.

Hamburg. Erst flog ein optimal getroffener Vollspannschuss Maximilian Dittgens in den rechten Torwinkel des Tores, wenige Minuten später landete ein perfekt geschlenzter Ball des Stürmers diesmal im linken oberen Eck. Der frisch in den Mannschaftsrat gewählte Dittgen (26) schien im Training am Mittwoch noch einmal Trainer Timo Schultz zeigen zu wollen, dass er beim Saisonstart am Sonntag (13.30 Uhr) gegen Holstein Kiel in die Startelf gehört – zusammen mit Philipp Ziereis (28) dem die Rolle gleichwohl gar nicht so fremd ist.

Der zweitdienstälteste Profi der Kiezkicker – nur Christopher Buchtmann ist noch länger im Verein – führte die Mannschaft schon in der Mehrzahl der Spiele vergangener Saison als Vertretung für den langzeitverletzten Christopher Avevor als Kapitän aufs Feld. 26 Zweitligapartien bestritt Ziereis in der abgelaufenen Spielzeit. Ist der 28 Jahre alte Innenverteidiger fit und verletzungsfrei – und das ist er seit langer Zeit endlich wieder – dann spielt er auch.

James Lawrence ist Stellvertreter

Folgerichtig ernannte Trainer Schultz aus den in den Mannschaftsrat gewählten sechs Spielern am Mittwoch Ziereis zum Kapitän. Dessen Innenverteidiger-Kollege James Lawrence ist jetzt sein Stellvertreter. Den Rat komplettieren neben Dittgen, Leart Paqarada, Guido Burgstaller und Marvin Knoll.

Großartig verändern werde sich seine Rolle in der, laut Ziereis, sehr homogenen Truppe aber durch das Kapitänsamt nicht, beteuert er. „Ich werde nicht anfangen, jemand zu sein, der ich nicht bin. Die Jungs können gerne ihre Späßchen über mich oder mit mir machen“, sagt der aus Schwarzhofen in der Oberpfalz stammende Bayer, der jetzt in seine neunte Saison mit St. Pauli geht. Dieses „Kribbeln“ vor dem ersten Saisonspiel spürt er trotz seiner Erfahrung auch jetzt wieder. „Wenn dieses Gefühl irgendwann nicht mehr da ist, sollte man aufhören, Fußball zu spielen“, sagt Ziereis.

Vorfreude angesichts der vielen prominenten Gegner

Doch gerade jetzt ist die Vorfreude angesichts der vielen prominenten Gegner besonders groß. „Die Liga ist einfach geil dieses Jahr“, sagt Ziereis, der für das erste Pflichtspiel im Millerntor-Stadion vor Publikum seit dem 19. Oktober 2020 eine Partie auf Augenhöhe erwartet.

Damit die anstehende Saison nicht nur phasenweise, sondern insgesamt eine gute wird, gibt Ziereis ganz im Sinne seines Trainers die Devise aus: „Wir müssen einfach weniger Gegentore bekommen.“ Damit sollten er und seine Kollegen gegen Kiel auch tunlichst anfangen, denn im bisher letzten Duell setzte es, allerdings in Kiel, ein 0:4.