Zweite Bundesliga

Warum St. Pauli im Aufstiegskampf eine wichtige Rolle spielt

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Innenverteidiger Philipp Ziereis (28) wird gegen Greuther Fürth in die Startelf zurückkehren.

Innenverteidiger Philipp Ziereis (28) wird gegen Greuther Fürth in die Startelf zurückkehren.

Foto: Witters

Nach Düsseldorf kann sich auch die SpVgg Greuther Fürth die volle Punktzahl gegen das Millerntorteam sichern.

Hamburg. Eine wichtige Rolle im Aufstiegskampf der Zweiten Liga besitzt der FC St. Pauli immer noch, auch wenn er seine eigene kleine Chance am vergangenen Mittwoch mit der 0:2-Niederlage in Düsseldorf verspielt hat.

Doch allein die Tatsache, dass die Millerntorelf jetzt nach Fortuna Düsseldorf zunächst am Sonntag (13.30 Uhr, Sky und Liveticker abendblatt.de) gegen den Tabellenzweiten SpVgg Greuther Fürth und am 7. Mai beim Topteam Holstein Kiel antritt, zeigt schon, dass die kommenden Resultate einen wichtigen Einfluss im Aufstiegsrennen haben können.

St. Paulis Trainer fühlt sich in der Rolle des Züngleins an der Waage nicht wohl

Besonders wohl fühlt sich St. Paulis Trainer Timo Schultz in der Rolle des Züngleins an der Waage nicht. „Wir sind nicht dafür verantwortlich, wie die anderen am Ende in der Tabelle dastehen“, sagt er. Fakt ist aber auch, dass es sehr wohl etwas mit den Spielen gegen St. Pauli zu tun haben wird, wenn am Saisonende etwa Fortuna Düsseldorf vor dem HSV und dem 1. FC Heidenheim landen wird. Die Rheinländer holten gegen die St. Paulianer die maximal möglichen sechs Punkte, der HSV nur einen und Heidenheim gar keinen.

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Auch St. Paulis nächster Gegner Greuther Fürth kann mit einem Sieg am Sonntag am Millerntor auf die volle Punktzahl kommen und sich damit allein in den Partien gegen das Millerntorteam einen Vorteil von fünf Zählern gegenüber dem HSV sichern.

Reaktion des FC St. Pauli auf Niederlage ist gefordert

„Fürth hat über die ganze Saison einen konstant guten Fußball gespielt, hat eine hohe individuelle Qualität, funktioniert aber auch als Mannschaft mit der Mittelfeldraute hervorragend“, sagt Schultz über den Tabellenzweiten. „Ich rechne fest damit, dass sie bis zum Ende oben dabeibleiben und einen der ersten drei Plätze belegen. Mit dem entsprechenden Selbstvertrauen werden sie hier auftreten.“

Für sein eigenes Team wird es gegen Fürth darum gehen, eine Reaktion auf die verdiente Niederlage am vergangenen Mittwoch zu zeigen. „Aus so einem Spiel zieht man mehr Erkenntnisse als aus den vier Siegen davor“, sagt Schultz, der die beiden abschließenden Trainingseinheiten ins Stadion verlegte. „Wir müssen lernen, dass wir auch dann bei unserem Spiel bleiben, wenn einmal etwas nicht so gut läuft, wie es beim ersten Gegentor der Fall war. Wir dürfen danach nicht so hektisch werden.“

Verzichten muss St. Pauli weiter auf Sebastian Ohlsson, daher dürfte Luca Zander weiter als rechter Außenverteidiger auflaufen.

  • FC St. Pauli: Stojanovic – Zander, Ziereis, Lawrence, Paqarada – Benatelli – Becker, Zalazar – Kyereh – Marmoush, Burgstaller.

  • SpVgg Greuther Fürth: Burchert – Meyerhöfer, Jaeckel, M. Bauer, Raum – Stach – Seguin, Green – S. Ernst – Hrgota, Nielsen.

( C.H. )

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