Zweite Liga

FC St. Pauli: Abstiegskampf gegen Sandhausen ist Kopfsache

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„Ziel ist es, den Abstand auf Sandhausen zu vergrößern“: St. Paulis Chefcoach Timo Schultz.

„Ziel ist es, den Abstand auf Sandhausen zu vergrößern“: St. Paulis Chefcoach Timo Schultz.

Foto: Imago Images

Die Einsatzchancen der Neuzugänge Eric Smith und Tore Reginiussen stehen gut: Sandhausens Stürmer dürfen dem Tor nicht zu nahe kommen.

Hamburg. Der Druck ist natürlich noch da. Dieses unangenehme Gefühl, dass etwas schiefgehen könnte und es wieder schmerzhaft wird. St.-Pauli-Trainer Timo Schultz weiß das. Was wäre das also für eine Erleichterung, wenn das Schlimmste an diesem Wochenende zumindest abgemildert würde. Wenn der verdammte Nierenstein rausfände – und wenn seine Mannschaft am Freitag (18.30 Uhr/Sky) im Kellerduell mit dem Tabellennachbarn SV Sandhausen Punkte im Abstiegskampf einsammeln könnte. Um den Druck zu mindern.

„Unser Ziel ist es, mit einem Sieg den Abstand auf Sandhausen zu vergrößern“, sagt Schultz. Das ist wenig überraschend. Der schnelle Blick auf die Tabelle zeigt aber, wie wichtig ein Dreier tatsächlich ist, für beide Teams: Sandhausen Platz 16, 18 Punkte; St. Pauli Platz 15, 19 Punkte. Es spielt zudem das drittschlechteste Heimteam gegen die schwächste Auswärtsmannschaft. Acht von neun Partien in der Fremde hat Sandhausen verloren. „Es ist Zeit, dass wir da eine Trendwende einleiten“, sagt Trainer Michael Schiele.

„Wir müssen ihre Stürmer so weit wie möglich vom Tor weghalten.“

Seine Mannschaft hat sich mit einem 2:0-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg eine „breite Brust“ besorgt. Schultz erwartet eine „physisch überdurchschnittlich starke Mannschaft“, die viel mit langen Bällen operiert und ihre Stärken bei Standards (acht von 21 Toren) hat. „Wir wissen, dass wir die am besten vermeiden müssen“, sagt der St.-Pauli-Coach, „Kevin Behrens ist unfassbar kopfballstark. Wir müssen ihre Stürmer so weit wie möglich vom Tor weghalten.“

All das spricht dafür, dass der physisch stärkere und größere Eric Smith erneut den Vorzug vor Rico Benatelli bekommt. Und auch die Einsatzchancen für den kopfballstarken Neuzugang Tore Reginiussen stehen allein deshalb nicht schlecht. „Wir müssen gucken, wie schnell man ihn einbaut, wie dringend wir ihn benötigen“, sagt Schultz.

St. Paulis Abteilung Sturm in guter Verfassung

Das Gute ist, dass St. Paulis Abteilung Sturm derzeit so gut drauf ist. „Wir können froh sein, dass wir eine Mannschaft haben, die mutig, kreativ und aktiv ist und Bock hat, nach vorne zu spielen“, sagt Schultz. Es könnte also flutschen am Freitag – erst auf dem Platz und dann bei des Trainers Nierenstein.

St. Pauli: Stojanovic – Ohlsson, Ziereis (Reginiussen), Lawrence, Paqarada – Smith – Becker, Kyereh, Zalazar – Marmoush, Burgstaller.

SV Sandhausen: Kapino – Diekmeier, Röseler, Kister, Zhirov – Rossipal – Linsmayer, Bachmann – Esswein – Keita-Ruel, Behrens.

( ah )

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