FC St. Pauli

Rodrigo Zalazar und sein Tor: Das war die Krönung

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Carsten Harms
FC St. Pauli: Torschütze Rodrigo Salazar

FC St. Pauli: Torschütze Rodrigo Salazar

Foto: Witters

Kyereh einfach nur frech, Burgstaller als echter Torjäger. Doch in Heidenheim gab es auch Abwehr-Albträume. Die Einzelkritik.

Heidenheim. Zum ersten Mal in Heidenheim gewonnen, deren Super-Serie geknackt, drei Punkte gegen den Abstieg gesammelt: Der FC St. Pauli hat trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung von Trainer Timo Schultz einen verrückten 4:3-Sieg eingefahren. Trotz dreimaliger Führung kamen die Gastgeber immer wieder zurück. Erst Rodrigo Salazar machte kurz vor Schluss den "Deckel" drauf.

Der FC St. Pauli hatte den Erfolg einer Mannschaftsleistung zu verdanken, aber eben auch guten individuellen Leistungen. Die Einzelkritik des Hamburger Abendblatts.

Stojanovic: Der Keeper konnte sich nicht so oft auszeichnen, sah beim ersten Gegentor allerdings nicht gut aus.

Zander (bis 76): Bot auf der rechten Abwehrseite bei seinem Startelf-Comeback nach langer Verletzung eine ordentliche Partie.

Dzwigala (ab 76.): Half am Ende tatkräftig mit, die vierte Führung in Heidenheim zu verteidigen.

Ziereis: Hatte mit Kühlwetter gut zu tun, der ihm vor dem zweiten Gegentor entwischte. Vor dem dritten Gegentor wirkte er gegen Pick unglücklich. Das trübte eine ansonsten anständige Leistung.

Lawrence: Bewies, dass er ein stabiler Faktor mit Übersicht in der Innenverteidigung sein kann. Jetzt muss er nur noch gesund bleiben.

Paqarada (bis 82.): Spielte engagiert auf der linken Seite mit offensiven Akzenten. Ließ beim 3:3 aber den Torschützen Kleindienst entwischen.

Buballa (ab 82.): Sorgte mit dafür, dass den Heidenheimern nicht auch noch ein viertes Tor gelang.

Smith (bis 59.): Zeigte im defensiven Mittelfeld die von ihm erhoffte körperliche Präsenz. Am ersten Gegentor war er allerdings beteiligt. Musste verletzt raus.

Aremu (ab 59.): Kämpfte sich sofort ins Spiel und bearbeitete die Gegner. Hatte Glück bei einem ungestümen Einsatz im Strafraum, dass es keinen Elfmeter gab.

Zalazar: Hielt auch das dritte Spiel in der englischen Woche über 90 Minuten durch, rannte wie gewohnt viel, arbeitete auch gut nach hinten und krönte seine Leistung mit dem Siegtor.

Becker: Spielte lange fleißig, aber unauffällig, bis er mit dem Direktschuss zum zwischenzeitlichen 3:2 seinen Glanzpunkt setzte – und das an dem Ort, wo er vor knapp zwei Jahren in seinem zweiten Profispiel vom Platz flog.

Kyereh: Verteidigte mit dem frechen Freistoß zum 2:1 seine mit Zalazar geteilte Führung in der internen Torschützenliste mit nun fünf Treffern.

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Burgstaller (bis 76.): Ein echter Torjäger. Vierter Treffer im vierten Spiel in Folge. Dazu gab er die Torvorlage für Becker.

Matanovic (ab 76.): Kämpfte noch mit.

Marmoush (bis 82.): Konnte sich nicht in vielen Offensivszenen durchsetzen, verdiente sich aber Fleißpunkte.

Dittgen (ab 82.): Kaum war er im Spiel, legte er schon den Siegtreffer mit einem Weltklassepass auf. Später scheiterte er beim Konter an Torwart Müller.

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