FC St. Pauli

Rico Benatelli: „Das Teamgefühl ist da“

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Rico Benatelli (28) stand bisher in acht Spielen in der Startelf.

Rico Benatelli (28) stand bisher in acht Spielen in der Startelf.

Foto: Witters

Der Profi des FC St. Pauli setzt darauf, dass die interne Krisensitzung Wirkung zeigt. Wichtiges Heimspiel gegen Erzgebirge Aue.

Hamburg.  Am Mittwochmorgen gab es für Rico Benatelli endlich mal wieder Grund zur Freude. „Team Gelb“, in dem der 28-Jährige mitwirkte, gewann die teaminterne Torschuss-Challenge gegen zwei Konkurrenten. Balsam für die durch die sportliche Talfahrt geschundene Fußballerseele. „Ich möchte immer gewinnen. Selbst wenn ich beim Kartenspielen zu Hause verliere, habe ich schlechte Laune“, sagte der defensive Mittelfeldspieler nach einer von guter Laune geprägten Trainingseinheit beim Tabellen-17. der Zweiten Bundesliga.

Drei Tage zuvor ging es beim Kiezclub weit weniger lustig zu. Die Mannschaft hatte sich am Sonntag nach dem desolaten 1:2 bei Eintracht Braunschweig zu einer Krisensitzung im Trainingszen­trum an der Kollaustraße getroffen. Ohne Sportchef, ohne Trainer. Einfach nur Tacheles reden unter Kollegen. Auch Benatelli hatte sich dabei verbal eingebracht. „Die Inhalte bleiben aber bei uns in der Mannschaft“, mauerte Benatelli.

Dem Vernehmen nach wurden unter anderem Dinge wie fehlende Disziplin bei einigen Spielern, mangelnde Kommunikation innerhalb der Gruppe sowie mögliche Lösungsansätze diskutiert. „Wir haben uns zusammengesetzt, um über die aktuelle Situation zu sprechen, die richtigen Schlüsse zu ziehen und gestärkt daraus hervorzugehen. Das Teamgefühl ist da“, erklärte der St.-Pauli-Profi.

Mehr Zug im Training

Doch Benatelli weiß, dass all das, was am Sonntag auf den Tisch kam, ab sofort mit Leistung untermauert werden muss. Und das bereits am Sonntag (13.30 Uhr, Sky und Liveticker abendblatt.de) am Millerntor im wichtigen Heimspiel gegen Erzgebirge Aue. „Wir finden uns in der Tabelle wieder, wo wir nicht stehen wollen. Dessen sind wir uns bewusst. Die Situation ist nicht einfach, aber der stellen wir uns“, sagte Benatelli, der glaubt, dass der Mannschaftsabend ein reinigendes Gewitter war.

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Im Training, so beschrieb es der Mittelfeldspieler, sei in dieser Woche deutlich mehr Zug zu verspüren. „Der Trainer hat angedeutet, dass sich jeder im Training zeigen muss, der auf dem Platz stehen möchte. Dementsprechend ist das Trainingsniveau. So muss es jetzt auch weitergehen“, forderte Benatelli. Damit die Spieler des FC St. Pauli künftig auch in Pflichtspielen endlich wieder Erfolgserlebnisse bejubeln können.

Kapitän Christopher Avevor (28) wurde erfolgreich in München am linken Sprunggelenk operiert. Seine Reha wird der Abwehrspieler in Hamburg absolvieren.

( ber )

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