Einzelkritik

St. Paulis Kapitän Avevor sorgt für Paderborns Entscheidung

St. Paulis Kapitän Christopher Avevor ist weit von seiner Bestform entfernt.

St. Paulis Kapitän Christopher Avevor ist weit von seiner Bestform entfernt.

Foto: dpa

Mittelfeldmotor Zalazar wird zum tragischen Helden des FC St. Pauli. Doch auch seine Mitspieler ließen ihn ihm Stich.

Paderborn. Der FC St. Pauli steckt weiter im Tabellenkeller fest. Am Sonnabend verloren die Hamburger ihr Auswärtsspiel beim SC Paderborn mit 0:2 (0:1) und stehen mit sieben Punkten weiter auf Abstiegsplatz 17. Die Einzelkritik der Kiezkicker:

Himmelmann: Parierte Srbenys Elfmeter, gegen den Nachschuss hatte er keine Chance, ebenso wie beim 0:2. Später verhinderte er mit seinen Paraden, zum Beispiel gegen Owusu noch ein Debakel.

Ohlsson (bis 77.): Eine sehr engagierte Partie als rechter Außenverteidiger. Obwohl er mit Antwi-Adjei einen quirligen Gegenspieler hatte, schaltete er sich gelegentlich auch ins Offensivspiel ein.

Zander (ab 77.): Spielte in der Schlussphase nahezu als Rechtsaußen – aber ohne große Wirkung.

Avevor: Sein schlimmer Ballverlust im Spielaufbau führte zum vorentscheidenden 0:2. Der Kapitän ist von seiner früheren Bestform noch weit entfernt, wie auch sein mit Gelb bestraftes Foul nach erneutem Ballverlust vor dem Strafraum zeigte.

Lawrence: Nur zwei Tage nach seiner Rückkehr vom Nations-League-Sieg mit Wales gegen Finnland spielte er weitgehend unauffällig und solide.

Buballa: Durfte mal wieder auf seiner angestammten Position als linker Außenverteidiger spielen. Erledigte seine Aufgabe zumindest defensiv ordentlich.

Zalazar (bis 62.): Vergab die große Chance zur Führung, als er mit einem schwach geschossenen Strafstoß an Paderborns Torwart Zingerle scheiterte. Später verursachte er den Foulelfmeter, der zum 0:1 führte.

Mehr zum Thema:

Daschner (ab 62.): Brachte immerhin ein bisschen Schwung ins Spiel, ohne durchschlagsfähig zu sein.

Becker (bis 77.): Hatte einige gute Ansätze, war im Endeffekt aber nicht durchsetzungsfähig genug.

Knoll (ab 77.): Konnte dem Spiel seines Teams keinen entscheidenden Impuls mehr geben.

Lankford: War auf der rechten Außenbahn viel unterwegs und prüfte Torwart Zingerle mit einem Linksschuss – ein kleiner Lichtblick.

Dittgen (bis 62.): Blieb auf der linken Außenbahn eher blass und im Abschluss ungefährlich.

Aremu (ab 62.): Konnte sich nicht für einen Startelfeinsatz im nächsten Spiel empfehlen. Leistete sich einen schlimmen Ballverlust, der fast zum 0:3 geführt hätte.

Kyereh (bis 77.): Unglückliche Vorstellung des Maskenmannes. Seine Schüsse wurden geblockt, seine Vorlage gegen den vor dem Tor völlig freien Makienok verhungerte förmlich. Dann holte er sich auch noch Gelb ab.

Tashchy (ab 77.): Pech für den Joker, dass sein Tor nicht zählte, weil Vorlagengeber Daschner zuvor im Abseits war.

Makienok: An seinem 30. Geburtstag tat er sich schwer, die hohen Bälle aus der eigenen Hälfte. Vergab aus idealer Position die Chance zum Anschlusstor (73.).