FC St. Pauli

Makienok vor 30. Geburtstag: „Fühle mich besser als mit 27“

Simon Makienok, der dänische Mittelstürmer des  FC St. Pauli.

Simon Makienok, der dänische Mittelstürmer des FC St. Pauli.

Foto: Witters

30 Jahre ist für viele eine besondere Schwelle. Der dänische Mittelstürmer des FC St. Pauli kümmert sich nicht um sein Alter.

Hamburg.  „Das schönste Geburtstagsgeschenk wäre ein Sieg“, sagt Simon Makienok. Wünschen ist ja immer erlaubt, insbesondere wenn man einen besonderen Ehrentag vor sich hat. 30 Jahre alt wird der dänische Mittelstürmer des FC St. Pauli an diesem Sonnabend – just dann, wenn er mit seiner Mannschaft das Auswärtsspiel beim SC Paderborn 07 (13 Uhr/Sky) bestreitet.

30 Jahre, das ist für viele eine besondere Schwelle, da endet die Jugend, und das Erwachsensein beginnt – oder so ähnlich. Makienok aber wischt solche Gedanken weg. „Ich kümmere mich nicht um mein Alter“, sagt er, „wichtig ist, wie sich mein Körper anfühlt. Und der fühlt sich jetzt besser an als vor drei Jahren.“ Das ist nun kein so großes Wunder. An seinem 27. Geburtstag schuftete er in der Reha, Aufbau nach einem schweren Bänderriss im Knie, der ihn im Sommer 2017 ereilt hatte und für über ein Jahr außer Gefecht setzte.

Großes Verletzungspech

Der Däne stand damals in Diensten des FC Utrecht in der holländischen Eredivisie. Und der hatte wenig Freude an dem Stürmer. Drei Einsätze zu Beginn der Saison 2018/19 und wumms: wieder Knie-OP. Insgesamt 83 Spiele hat er für Utrecht in zwei Jahren verpasst. „Ich habe wirklich großes Pech gehabt“, sagt er im Rückblick. „Ich habe hart dafür gearbeitet, zurückzukommen. Ich habe viel für den Muskelaufbau getan.“

Schwerwiegende gesundheitliche Probleme hatte er seitdem nicht mehr, wohl aber sportliche. Mit Dynamo Dresden ist er abgestiegen, mit St. Pauli steht er nun auf einem Abstiegsplatz. „An Abstiegskampf denke ich nicht, und ich gucke nicht auf die Tabelle, alles ist sehr eng beieinander“, sagt er, „wir müssen allerdings einige Dinge verbessern.“ Die vielen, frühen Gegentore fallen ihm ein, „und wir müssen gegen physisch starke Mannschaften körperlich besser dagegenhalten.“

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Der Bundesliga-Absteiger aus Paderborn ist als eine eher spielstarke Mannschaft möglicherweise zu diesem Zeitpunkt genau der richtige Gegner: „Wir spielen besser gegen solche Teams.“ Das ist richtig – und außerdem hat Simon Makienok am Sonnabend mindestens einen Wunsch frei. ​