Zweite Bundesliga

Nanu: St. Pauli gegen KSC schon mit einem Punkt zufrieden?

Leistung vor Ergebnis: St. Paulis Trainer Timo Schultz will von seiner Mannschaft vor allem ein gutes Spiel sehen.

Leistung vor Ergebnis: St. Paulis Trainer Timo Schultz will von seiner Mannschaft vor allem ein gutes Spiel sehen.

Foto: Witters

Timo Schultz rückt vor dem Heimspiel am Sonntag das Ergebnis in den Hintergrund. Favorit will er gegen den Vorletzten auch nicht sein.

Timo Schultz möchte den Fokus beim FC St. Pauli in den kommenden Wochen mehr auf die sportliche Entwicklung und weniger auf Ergebnisse legen. "Mir ist ein gutes Spiel, in dem man vielleicht nur einen Punkt holt, aber eine Entwicklung sieht, tausend Mal lieber als ein 1:0, bei dem man 85 Minuten nur im eigenen Strafraum stand", sagte der Trainer am Freitag und damit zwei Tage vor dem Zweitligaspiel gegen den Karlsruher SC (Sonntag, 13.30 Uhr/im Liveticker auf abendblatt.de).

"Daraus könnte ich keine Stärke ziehen. Wir wollen als Mannschaft vorankommen", so Schultz. Die guten Ergebnisse würden dann automatisch folgen. "Wenn wir so weitermachen, bin ich mir sicher, dass wir bis Weihnachten viele Punkte geholt und uns als Mannschaft weiterentwickelt haben."

Schultz: St. Pauli gegen KSC nicht der Favorit

St. Pauli hat in den ersten sechs Spielen sieben Punkte verbucht – und dabei dem großen Rivalen HSV beim 2:2 im Stadtderby am vergangenen Freitag überhaupt die ersten Punkte in dieser Saison abgeknöpft. Dennoch befinden sich die Kiezkicker in der unteren Tabellenhälfte. Der nächste Gegner KSC steht mit vier Punkten allerdings auf einem direkten Abstiegsplatz und damit noch schlechter da. Als Favorit sieht Schultz die eigene Mannschaft im Heimspiel am Millerntor dennoch nicht.

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"Nach dieser kurzen Zeit und bei der Enge in der Tabelle sollte man die Tabellensituation nicht herziehen, um einen Favoriten zu bestimmen", meinte Schultz. "Mit einem Sieg bist du auf einmal Vierter oder Fünfter, mit einer Niederlage Zwölfter oder Dreizehnter. Ich wehre mich als Trainer dagegen, permanent auf die Tabelle und die Ergebnisse zu schauen. Dann könnten wir nicht so spielen, wie wir spielen. Wir wollen offensiv und auch mit einem gewissen Risiko agieren."