St. Paulis Einzelkritik

Zalazar stürmisch, Pechvogel Avevor, Kyereh temporeich

Rodrigo Zalazar machte ein starkes Spiel für den FC St. Pauli. Der in Spanien geborene Uruguayer übernahm Verantwortung beim Elfmeter.

Rodrigo Zalazar machte ein starkes Spiel für den FC St. Pauli. Der in Spanien geborene Uruguayer übernahm Verantwortung beim Elfmeter.

Foto: imago / Claus Bergmann

Abwehrchef Avevor mit einem gebrauchten Tag: Erst leitet sein Fehlpass das erste Gegentor ein, dann verursacht er einen Elfmeter.

Hamburg. Daniel Buballa hat dem FC St. Pauli seine stolze Serie gegen den 1. FC Nürnberg gerettet. Mit seinem sehenswerten Schuss in der 78. Minute bewahrte der Abwehrspieler den Kiezclub beim 2:2 (1:1) vor der ersten Niederlage in der 2. Bundesliga gegen den „Club“ seit 2016 und vor seiner ersten Heimpleite in diesem Jahr.

Vor 1000 Zuschauern im Millerntor-Stadion brachten Manuel Schäffler (8. Minute) und Johannes Geis (49./Handelfmeter) die Gäste zweimal in Führung, die Rodrigo Zalazar (28., Foulelfmeter) und Buballa mit einem sehenswerten Volleyschuss zwölf Minuten vor Schuss egalisierte. Die Einzelkritik der St. Paulianer:

Himmelmann: Chancenlos bei den Gegentoren. Wirkte manchmal zögerlich beim Rauslaufen.

Avevor (bis 62.): Sein Fehlpass leitete das 0:1 ein. „Verschuldete“ dann den Handelfmeter zum 1:2, als sein Arm vor dem Körper angeschossen wurde.

Knoll (ab 62.): Rückte nach der Umstellung auf eine Viererkette in die Innenverteidigung.

Ziereis (bis 62.): Viele Zweikämpfe mit Nürnbergs Manuel Schäffler, die er nicht immer gewinnen konnte.

Zander (ab 62.): Sollte die rechte Abwehrseite stabilisieren.

Buballa: Löste seine Abwehraufgabe unauffällig, dann aber hatte er seinen großen Auftritt beim Ausgleichstor.

Ohlsson: Hatte große Probleme auf der rechten Außenbahn. Als Innenverteidiger später besser.

Becker: Begeisterte mit einer Roncalli-Nummer im Mittelfeld. Tauschte immer wieder mit dem stürmischen Zalazar die Position im zentralen Mittelfeld.

Zalazar (bis 83.): Da könnte sich einer als neuer Publikumsliebling entpuppen. Wendig, schnell, dribbelstark. Den Elfmeter verwandelte er auch noch sicher.

Benatelli (ab 83.): Minuteneinsatz.

Dittgen (bis 77.): Gefährliche Flanken, gutes Zusammenspiel mit Kyereh.

Daschner (ab 77.): Brachte Schwung.

Kyereh: Neben Zalazar der zweite Tem-podribbler in der Offensive. Holte den Elfmeter raus.

Makienok: Der lange Däne löste seinen Job als Anspiel-Prellbock insgesamt gut. Bekam wenig Flanken von außen.

Burgstaller (bis 77.): Fleißig und unauffällig. Der „Wühler“ sorgte stets für Unruhe. Zu einer klaren Chance kam er jedoch nicht.

Tashchy (ab 77.): Sturmalternative für die Schlussphase.