Neuer Stürmer

Angriffsriese Makienok soll für St. Pauli „Gold wert“ sein

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Carsten Harms
Simon Makienok (29) kam Ende August während des Trainingslagers in Herzlake zum FC St. Pauli.

Simon Makienok (29) kam Ende August während des Trainingslagers in Herzlake zum FC St. Pauli.

Foto: Witters

St. Paulis 2,01-Meter-Stürmer spricht über den internen Wettbewerb mit Zugang Burgstaller und seine Fitness.

Hamburg. Am Tag nach seinem starken Auftritt des FC St. Pauli beim 1:0-Testspielsieg gegen Zweitliga-Tabellenführer Holstein Kiel gab sich Simon Makienok entspannt und auskunftsfreudig. Dem vor sechs Wochen verpflichteten Mittelstürmer ist deutlich anzumerken, dass er sich sportlich und menschlich immer wohler in seiner neuen Umgebung fühlt.

„Mit jeder Woche bin ich besser in das Spiel unserer Mannschaft eingebunden. Dazu bekomme ich eine bessere Verbindung zu den anderen Jungs und verstehe auch unsere Taktik immer mehr“, sagte der 2,01 Meter große Sturmriese am Freitag.

Schultz: Makienok ist Gold wert

Anders noch als bei seinen ersten Liga-Einsätzen gegen Heidenheim (4:2) und in Sandhausen (0:1) sowie im DFB-Pokalspiel bei der SV Elversberg (2:4) war jetzt in Kiel das Spiel St. Paulis stärker auf Makienok und seine Stärken ausgerichtet.

„Es ist Gold wert, einen solchen Zielspieler vorn zu haben, der den Ball halten oder ablegen kann. Deshalb ist er ja auch bei uns. Aber wir können ihn auch noch besser in Szene setzen“, hatte Trainer Timo Schultz nach dem Spiel gesagt. Auch die Vorbereitung des entscheidenden Treffers durch Daniel-Kofi Kyereh war Makienoks physischem Durchsetzungsvermögen zu verdanken.

Wegen seines Trainingsrückstands zu Beginn und einer leichten Verletzung am Sprunggelenk war Makienok bisher noch nicht bei 100 Prozent Fitness. Am Freitag sagte er nun: „Ich habe in Kiel 70 Minuten gespielt und habe heute keine Probleme. Nach der kommenden Woche werde ich bereit sein, auch 90 Minuten zu spielen.“

Makienok: Burgstaller ist kein Gegner

Inzwischen hat in Person von Guido Burgstaller (31) ein weiterer, noch prominenterer Mittelstürmer den Kader des FC St. Pauli verstärkt. Diese neue Situation nimmt Makienok gelassen an. „Ich betrachte keinen meiner Teamkameraden als Gegner. Es gibt auf allen Positionen einen Wettbewerb. Ich denke, dass wir uns gegenseitig weiterentwickeln können“, stellte er auf Nachfrage klar. „Ich kann mir beide auch gut zusammen vorstellen, wenn Guido mehr um Simon herum agiert“, sagt Trainer Schultz.

Das trainingsfreie Wochenende wird Simon Makienok nutzen, um seine Familie in Naestved in der dänischen Region Sjaelland zu besuchen. Ein Ausflug nach Kopenhagen, wo er selbst sein Heimatdomizil hat, kommt hingegen nicht in Betracht, weil die Hauptstadt Dänemarks seit geraumer Zeit als Corona-Risikogebiet gilt.

  • St. Paulis Außenverteidiger Leart Paqarada (26) wurde im Play-off-Spiel um die Teilnahme an der Europameisterschaft zwischen Nordmazedonien und seinem Team des Kosovo erst in der 87. Minute eingewechselt. Durch die 1:2-Niederlage verspielte das Kosovo die Chance auf die EM im kommenden Jahr.

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