FC St. Pauli

Conteh wird Kollege eines einstigen HSV-Wunschspielers

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Sein letztes Spiel für St. Pauli bestritt Christian Conteh bei der 0:1-Niederlage am 11. Spieltag in Heidenheim.

Sein letztes Spiel für St. Pauli bestritt Christian Conteh bei der 0:1-Niederlage am 11. Spieltag in Heidenheim.

Foto: Imago/Kolbert-Press

Angreifer wechselt zu Feyenoord. Damit schlägt dessen Direktor Arnesen einem weiteren Hamburger Verein ein Transfer-Schnippchen.

Hamburg/Rotterdam. Lange hatten sie um ihn gekämpft, nun wird Christian Conteh den FC St. Pauli aber doch verlassen. Der Angreifer wechselt vom Hamburger Zweitligisten zu Feyenoord Rotterdam in die erste niederländische Fußball-Liga.

"Christian ist mit dem ausdrücklichen Wunsch an uns herangetreten, die Chance, die er in Rotterdam sieht, gerne nutzen zu wollen", sagte St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann. Über die Vertragsdauer in Rotterdam und die Höhe der Ablösesumme machte der Club keine Angaben. Das Portal "transfermarkt.de" schätzt Contehs Marktwert auf 450.000 Euro.

St. Pauli und Rotterdam finden "gute Lösung"

Der gebürtige Hamburger Conteh spielte seit 2018 für die Kiezkicker und hatte noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021. Bornemann: "Es war aber keine Perspektive erkennbar, dass er seinen Vertrag darüber hinaus verlängern möchte."

Daher habe St. Pauli "nach allen Abwägungen und konstruktiven Gesprächen mit Rotterdam am Ende eine gute Lösung für alle Parteien finden können".

Conteh trifft bei Feyenoord auf Bozenik

In der abgelaufenen Serie betritt der 20 Jahre alte Offensivspieler verletzungsbedingt nur neun Pflichtspiele für das Profiteam. Dabei erzielte er zwei Treffer, darunter das vorentscheidende 2:0 beim 2:1-Sieg im Nordderby gegen Holstein Kiel.

Bei vom ehemaligen Bondscoach Dick Advocaat trainierten Feyenoord trifft Conteh unter anderem auf den einstigen HSV-Wunschspieler Robert Bozenik (Sturm). Damit hat Rotterdams Technischer Direktor Frank Arnesen (ehemals HSV) nun auch dem zweiten Hamburger Verein ein Transfer-Schnippchen geschlagen.

Conteh ist damit der achte Spieler, der den Kader der gerade abgelaufenen Saison verlässt. Dazu hatte St. Pauli zu Wochenbeginn die Trennung von Trainer Jos Luhukay bekannt gegeben.

St. Pauli befördert zwei Youngster zu Profis

Dagegen bleiben die Nachwuchsspieler Marvin Senger (20) und Christian Viet (21) dem Kiezclub erhalten. Das Duo wurde mit Profiverträgen bis 2023 gebunden. „Beide haben sich ihre Verträge und das Vertrauen, das wir weiterhin in sie setzen, durch ihre guten Leistungen verdient“, erklärte Bornemann. Und ergänzte: „Sie haben ihre ersten Einsätze im Profibereich in einer sportlich schwierigen und ungewöhnlichen Situation absolviert und dabei gezeigt, dass sie das Potenzial mitbringen, eine gute Rolle in der 2. Bundesliga zu spielen.“

( jdr/dpa )

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