Einzelkritik

Ohlsson überzeugte als Pitbull, Buballa verflog sich einmal

St. Paulis "Kampfschwein" Ohlsson überzeugte auf ungewohnter Position.

St. Paulis "Kampfschwein" Ohlsson überzeugte auf ungewohnter Position.

Foto: Witters

Torhüter Himmelmann war wegen seiner Vorderleute am Rand des Wahnsinns. Die Einzelkritik der St.-Pauli-Profis.

Hamburg. Trainer Jos Luhukay vom FC St. Pauli ist erst einen Tag nach seinem 57. Geburtstag in Partylaune gekommen. Sein Team durchbrach am Sonntag die jüngste Misserfolgsserie und sorgte mit dem ersten Sieg nach fünf Spielen für einen Puffer zur Abstiegszone der Zweiten Liga ab.

Die Hamburger gewannen gegen Angstgegner Erzgebirge Aue mit 2:1 (2:0) und verfügen nunmehr über 38 Punkte. Zum Abstiegsrelegationsplatz sind es drei Spieltage vor Ultimo fünf Zähler Differenz. Die Einzelkritik der St.-Pauli-Profis:

Himmelmann: Das Defensivverhalten seiner Vorderleute brachte den Torhüter oft an den Rand des Wahnsinns. Verbal und mit den Händen aber immer auf der Höhe.

Zander: Der Rechtsverteidiger hatte erstaunlich viel Zug nach vorne, wo ihm oft die Präzision fehlte. Defensiv solide.

Östigard: Im Spielaufbau nicht immer sauber, aber die Lufthoheit des Norwegers ist beeindruckend.

Buballa: Beim 1:2 flog der Kapitän unter dem Ball durch. Ein Schönheitsfleck auf einer ansonsten makellosen Partie.

Mehr zum Thema:

Penney (bis 45.): Bei St. Paulis Toren hatte der Brite seine Füße mit im Spiel. Über den Rest seines Auftritts hüllt man besser den Mantel des Schweigens.

Coordes (ab 46.): Der Offensivspieler half als Linksverteidiger aus und enttäuschte dabei nicht.

Ohlsson: Der Schwede wurde als Pitbull auf Aues Topspieler Nazarov angesetzt, und diesen biss er auf ungewohnter Position vor der Abwehr komplett aus dem Spiel. Zudem an beiden Toren als Vorbereiter beteiligt. St. Paulis Bester!

Becker (bis 84.): Bei der Startelfrückkehr ohne große Impulse und mit überschaubarer Zweikampfhärte.

Knoll (ab 84.): Brachte den Vorsprung mit über die Zeit.

Viet (bis 59.): Das Talent war bemüht, aber blieb ohne auffällige Aktionen.

Benatelli (ab 59.): Fügte sich gut ein.

Sobota: Viel unterwegs, wenig klare Aktionen.

Diamantakos (bis 80.): Als erster Stürmer seit Aziz Bouhaddouz trifft ein Torjäger wieder zweistellig. Sein elftes Saisontor vergab er kläglich vom Elfmeterpunkt.

Gyökeres (ab 80.): War dabei.

Veerman (bis 85.): Der Niederländer wirkte unglücklich. Daran änderte auch sein Tor nichts. Sein Halbzeitzwist mit Trainer Luhukay passte ins Gesamtbild.

Tashchy (ab 85.): Durfte mitjubeln.