St.-Pauli-Einzelkritik

Flum vergibt das Siegtor, Franzke wird zu Sahin

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Carsten Harms

Für den FC St. Pauli wäre beim KSC mehr drin gewesen als ein Punkt, den Torwart Himmelmann buchstäblich festhielt. Die Einzelkritik.

Karlsruhe/Hamburg. Am Ende konnte der FC St. Pauli sogar von Glück reden, dass es beim Karlsruher SC zu einem Punkt gereicht hat – und sich bei Torwart Robin Himmelmann bedanken. Allerdings wäre auch der erste Saisonsieg außerhalb Hamburgs drin gewesen. Die Einzelkritik.

Himmelmann: Entschärfte früh einen gefährlichen Wanitzek-Freistoß und erteilte Ben-Hatira die Höchststrafe, als er dessen Strafstoß festhielt. Beim Gegentor im Stich gelassen. Am Ende hatte er viel Glück, als er am Ball vorbeifaustete.

Ohlsson: Ordentliche Vorstellung zunächst auf der defensiven rechten Außenbahn, später auf der linken.

Östigard: Die Kopfballstärke des jungen Innenverteidigers ist immer wieder beeindruckend.

Lawrence (bis 73.): Ließ sich nicht einmal von einem heftigen Ellenbogen-Check von Stiefler beeindrucken. Leistete sich aber ein unnötiges Foul im Strafraum an Hofmann, das dank Himmelmanns Parade nicht bestraft wurde.

Zander (ab 73.): Übernahm die rechte Außenbahn von Ohlsson.

Buballa: Der Kapitän bot eine eher unauffällige, aber souveräne Leistung. Am Ende plagte ihm einen Krampf im Oberschenkel.

Benatelli: Trat mit seinem Volleyschuss auf die Latte kurz vor der Pause erstmals richtig in Erscheinung. Es war bis dahin die beste Torchance für sein Team.

Knoll (bis 66.): War in manchen Aktionen unglücklich und leistete sich einige Fehlpässe. Am Einsatz mangelte es wie bei ihm gewohnt nicht.

Flum (ab 66.): Sollte Stabilität bringen, was nur bedingt gelang. Vergab die beste Chance zum Siegtor.

Coordes (bis 73.): In offensiven Zweikämpfen oft noch zu naiv. Muss lernen, dass im Profifußball nicht jede leichte Berührung als Foul gewertet wird. Defensiv aber fleißig und diszipliniert.

Franzke (ab 73.): Sky-Reporter Heiko Mallwitz hielt den Winterzugang vom FC Bayern für den im Oktober 2019 freigestellten Cenk Sahin – offenbar weil er dessen Rückennummer 22 übernommen hat. Das Zweitligadebüt des Offensivtalents verlief eher unauffällig.

Sobota (bis 84.): Vom Spielmacher kamen zu wenige Impulse für das Offensivspiel.

Tashchy (ab 84.): Spielte den Ball bei einem aussichtsreichen Konter in der Schlussphase unnötigerweise mit der Hand.

Gyökeres: Brachte gelegentlich Schwung über die linke Angriffsseite, konnte sich aber nicht entscheidend durchsetzen. Beim Gegentreffer entwischte ihm Torschütze Gondorf.

Diamantakos (bis 84.): Schlug ein klassisches Luftloch (22.), bewies beim Tor aber Durchsetzungsvermögen und technische Klasse.

Veerman (ab 84.): Der Torjäger wurde lange geschont und hatte keine Aktion mehr.

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