Coronakrise

Mehr Spieler und neue Möglichkeiten beim FC St. Pauli

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Luca Zander trainierte am Dienstag mit sieben Teamkollegen.

Luca Zander trainierte am Dienstag mit sieben Teamkollegen.

Foto: Witters

Kiezclub hat die Kleingruppen vergrößert und schafft damit mehr Übungsvielfalt. „Kleiner Schritt in die richtige Richtung.“

Hamburg.  Für Robin Himmelmann war es ein besonderer Dienstag. Zum ersten Mal seit Ausbruch der Coronapandemie absolvierte der 29-Jährige mit Torwarttrainer Mathias Hain (47) eine torwartspezifische Einheit. Möglich machte das die Entscheidung des FC St. Pauli, eine Trainingsgruppe aufzulösen und die Spieler und den Trainer auf die vier verbleibenden Kleingruppen aufzuteilen. So konnte sich Co-Trainer André­ Trulsen (54) auf die Feldspieler konzentrieren, die nach wie vor nur Pass- und Torschussübungen ohne Zweikämpfe absolvieren, während Hain sich mit Himmelmann beschäftigte.

An der viel befahrenen Kollaustraße – wie auch parallel dazu im Millerntor-Stadion auf St. Pauli – trainierten zwei acht Mann starke Gruppen nacheinander. Mit zwei Trainern und einem Physiotherapeuten standen auf der Trainingsanlage in Niendorf somit elf Protagonisten zeitgleich auf dem Platz. So viele Personen wie noch nie während der Coronazeit. „Es war ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung. Das Training mit acht Spielern erlaubt den Trainern eine etwas größere Variabilität bei den Übungen. Aber von einer Normalität mit Mannschaftstraining mit Zweikämpfen sind wir immer noch ein ganzes Stück entfernt“, sagt Sportdirektor Andreas­ Bornemann.

Entscheidung über regulären Trainingsbetrieb frühestens am 6. Mai

Wie weit St. Pauli und die 35 anderen Erst- und Zweitligaclubs letztlich wirklich vom regulären Trainingsbetrieb entfernt sind, wird sich wahrscheinlich frühestens am 6. Mai entscheiden. Für diesen Tag hat die Bundesregierung weitere Entscheidungen angekündigt. „Wir können – wie alle Clubs im Profifußball – im Moment nichts machen, um den Prozess zu beschleunigen. Es obliegt allein der Politik zu entscheiden, wann wir wieder ins Mannschaftstraining einsteigen können“, sagt Bornemann.

Nach Abendblatt-Informationen geht man beim Kiezclub intern davon aus, dass der 9. Mai als Termin für den Wiederbeginn der Saison nicht mehr zu halten ist. Vielmehr glaubt man, dass der Spielbetrieb erst am 23. oder 30. Mai wieder aufgenommen wird. Zuvor hofft man, mindestens zehn Tage Vorlauf zu erhalten, um die Spieler über Mannschaftstraining wieder halbwegs spielfit zu bekommen.

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„Wir werden da keinen Druck ausüben. Ich denke, dass Bewegung in die Frage des Mannschaftstrainings kommt, wenn feststeht, wann der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann“, sagt Bornemann.

Coronavirus: Verhaltensregeln und Empfehlungen der Gesundheitsbehörde

  • Reduzieren Sie Kontakte auf ein notwendiges Minimum und halten Sie Abstand von mindestens 1,50 Metern zu anderen Personen
  • Achten Sie auf eine korrekte Hust- und Niesetikette (ins Taschentuch oder in die Armbeuge)
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände gründlich mit Wasser und Seife
  • Vermeiden Sie das Berühren von Augen, Nase und Mund
  • Wenn Sie persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, sollten Sie sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden
( ber )

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