2. Bundesliga

Dynamo Dresden verurteilt Fangewalt gegen FC St. Pauli

Polizeikräfte drängen randalierende Fans von Dynamo Dresden zurück in den Gästeblock.

Polizeikräfte drängen randalierende Fans von Dynamo Dresden zurück in den Gästeblock.

Foto: dpa

Nach den Krawallen kündigt Dynamo Dresden Stadionverbote an – bemängelt aber die unzureichende Trennung der Fangruppen.

Hamburg.  Dynamo Dresden hat die Krawalle nach dem Spiel beim FC St. Pauli (0:0) am vergangenen Freitagabend verurteilt und Stadionverbote bei Feststellung der Täter angekündigt. Die Sachsen bemängelten in ihrer Stellungnahme aber auch eine unzureichende Trennung der Fangruppen auf der Nordtribüne des Millerntor-Stadions.

„Menschen, die die Gesundheit von anderen so rücksichtslos aufs Spiel setzen, haben in unserer Sportgemeinschaft nichts verloren“, sagte Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born. Sobald Personen durch Ermittlungsbehörden identifiziert worden seien, würde der Club beim FC St. Pauli auf die Aussprache von Stadionverboten hinwirken.

Dresden wirft St. Pauli fehlende Fantrennung vor

Nach Erkenntnissen der Dresdner seien rund 30 Personen aus dem Gästeblock über eine Mauer in den Heimbereich geklettert und hätten „massive körperliche Gewalt“ gegen Ordnungskräfte und Polizisten angewandt. 13 Menschen seien verletzt worden. Nach Angaben der Polizei vom Sonnabend waren zwölf Ordner und sechs Polizeibeamte verletzt worden. Insgesamt gab es 22 Festnahmen vor und nach dem Spiel. Die Sachsen beklagten unter anderem, dass es auf dem Gästeparkplatz zu Übergriffen auf Fans der Dresdner gekommen sei.

Dynamo bemängelte zudem, dass eine „ausreichende Fantrennung zwischen Heim- und Gästebereich“ nicht gewährleistet gewesen sei. „Hier stellen wir ganz klar ein organisatorisches Versäumnis unter Berücksichtigung aller sicherheitsrelevanten Punkte des Gastgebers fest“, sagte Born.

Die Dresdner riefen dazu auf, dass beide Vereine in der Vorbereitung enger zusammenarbeiten, um derartige Vorkommnisse zu verhindern. Born äußerte den Wunsch, „dass es endlich auf beiden Seiten zu einer Allianz der Vernunft kommt, wo Gewalt, menschenverachtende Provokationen und diffamierende Verallgemeinerungen der Vergangenheit angehören“.

( HA )

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