Trainingslager

Unwetter: FC St. Pauli muss über Nacht in Spanien bleiben

Marvin Knoll und der FC St. Pauli auf der Rückreise vom Trainingslager in Spanien von einem Unwetter gestoppt.

Marvin Knoll und der FC St. Pauli auf der Rückreise vom Trainingslager in Spanien von einem Unwetter gestoppt.

Foto: Tay Duc Lam / WITTERS

Geduldsprobe statt Laufeinheit: Auf der Rückreise vom Trainingslager wird die Mannschaft von einem heftigen Sturmtief gestoppt.

Valencia/Hamburg. Eigentlich war der FC St. Pauli vor allem deshalb ins Trainingslager nach Spanien gereist, um sich ungestört vor winterlichen Wetterlaunen auf die zweite Saisonhälfte vorzubereiten. Doch auf dem Rückweg nach Hamburg grätschte just das Wetter auf der iberischen Halbinsel dem Zweitligaclub am Montag böse dazwischen.

Sturmtief "Gloria" fegte mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 135 km/h über die Costa Blanca. Der Flughafen Alicante, von wo St. Pauli für den Nachmittag einen Direktflug gebucht hatte, musste deshalb bereits am Sonntag geschlossen werden, auch am Montag wurden alle Flüge gestrichen. Erst vergangene Woche war der Aeropuerto de Alicante-Elche, wie er amtlich heißt, wegen eines Feuers evakuiert worden.

Der FC St. Pauli wich kurzfristig nach Valencia aus. Von hier aus sollte es via Düsseldorf nach Hamburg gehen. Eine für den Vormittag angesetzte Laufeinheit wurde von Trainer Jos Luhukay gestrichen. Stattdessen gab es eine Geduldsprobe.

Unwetter in Valencia stoppt FC St. Pauli

Denn auch in Valencia gab es für den Kiezclub eine böse Überraschung. Der für 14.45 Uhr geplante Flug wurde erst um zwei Stunden verschoben, dann ganz gestrichen. Bis 18.50 Uhr harrten Spieler und Begleiter am Flughafen aus, dann ging es weiter – nicht nach Deutschland, sondern ins Hotel: "Morgen starten wir dann einen neuen Anlauf, um zurück nach Hamburg zu kommen", schrieb das Team bei Twitter.

Sturmtief "Gloria" wirbelt Spaniens Osten durcheinander

"Gloria" löste im Osten Spaniens Stromausfälle, Zugverspätungen und Rekordwellen aus. Neben der Küstenstadt Valencia waren auch die Balearen mit der Urlaubsinsel Mallorca betroffen. In der Gemeinde Gandia nahe Valencia sei ein 54-jähriger Obdachloser in der Nacht offenbar erfroren, berichteten spanische Medien.

Wegen der Unwetterfront, die auch Schneefall brachte, mussten zahlreiche Straßen vorübergehend gesperrt und Häfen geschlossen werden. In Alicante waren 20.000 Menschen zeitweise ohne Strom. In Dutzenden Gemeinden rund um Valencia blieben die Schulen geschlossen.