Fußball

Warum St. Paulis Rolle als TV-Quotengarant für Frust sorgt

St.Pauli-Spieler Henk Veerman (l.) jubelt nach seinem Treffer zum 1:0 gegen Arminia Bielefeld, daneben Victor Gyökeres (M.) und Leo Östigärd (r.).

St.Pauli-Spieler Henk Veerman (l.) jubelt nach seinem Treffer zum 1:0 gegen Arminia Bielefeld, daneben Victor Gyökeres (M.) und Leo Östigärd (r.).

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

Montagsspiele sind bei Fans nicht besonders beliebt. Der Kiezclub muss überdurchschnittlich oft am ersten Tag der Woche spielen.

Hamburg.  Wie unbeliebt Montagsspiele bei den Fans des FC St. Pauli sind, ist hinlänglich bekannt. Das hindert die Deutsche Fußball Liga (DFL) nicht daran, das Millerntor-Team im Ligavergleich überdurchschnittlich häufig für ein Match am Montagabend um 20.30 Uhr anzusetzen. Die St. Paulianer garantieren dem Exklusiv-Sender Sky schließlich eine hohe Zahl an TV-Zuschauern. Legt man die bisher ausgetragenen 18 Spieltage und die nächsten, exakt festgelegten zehn Spieltage zugrunde, so war und ist St. Pauli an fünf der insgesamt 22 Montagsspiele beteiligt. Der VfB Stuttgart kommt auf sechs, der HSV ebenfalls auf fünf. Vier Teams mussten und müssen noch gar nicht montags antreten.

Eine besondere Problematik bildet das Match am 23. März in Darmstadt. Weil danach eine Länderspielwoche ansteht, müssen die berufenen Nationalspieler an diesem Tag zu ihren Teams reisen. Im Höchstfall betrifft dies bei St. Pauli inklusive der U-21- und U-20-Nationalspieler sechs Profis. Sportchef Andreas Bornemann will bei den Verbänden um einen Aufschub bitten.