Zweite Liga

Buchtmanns Plan für 2020: Wieder wichtig für St. Pauli sein

Christopher Buchtmann hatte in der Hinrunde viel Pech.

Christopher Buchtmann hatte in der Hinrunde viel Pech.

Foto: Witters

Der Mittelfeldspieler hatte nach mehreren Verletzungen in diesem Jahr einen schweren Stand. In der Rückrunde will er neu angreifen.

Hamburg.  Ein erstes Erfolgserlebnis konnte Christopher Buchtmann in dieser Woche bereits verbuchen. Gemeinsam mit seiner Verlobten Janine machte der Mittelfeldspieler des FC St. Pauli die Einkaufsstraßen der Stadt unsicher. „Das Tütenschleppen war wie zusätzliches Krafttraining“, scherzte der 27-Jährige: „Aber bis auf Kleinigkeiten für meine Brüder habe ich alle Weihnachtsgeschenke zusammen.“

Ganz so reibungslos wie das Shopping verlief das sportliche Jahr 2019 für Buchtmann nicht. Immer wieder wurde der einstige Leistungsträger von Verletzungen heimgesucht, fand deshalb nie seinen Rhythmus. Ein Dreivierteljahr lang spielte der Profi mit einem Loch in der Bauchdecke, das in der Sommerpause operativ beseitigt wurde. Zu allem Überfluss zog sich der gebürtige Mindener am 27. Oktober beim Auswärtsspiel in Heidenheim (0:1) noch einen Innenbandanriss im Knie zu, der zur Folge hatte, dass Buchtmann am vergangenen Sonnabend beim 3:1-Sieg gegen Wehen Wiesbaden erst zum zweiten Mal in dieser Saison in der Startelf stand.

Buchtmann: „Es war wirklich viel Pech dabei“

„Das Jahr ist für mich nicht so toll gelaufen. Da mache ich keinen Hehl daraus. Es war wirklich viel Pech dabei“, gesteht Buchtmann offen ein. Insgesamt absolvierte „Buchti“, wie ihn die Kollegen nennen, nur 176 von 1530 möglichen Einsatzminuten in der Zweiten Liga. Auch als er gesund war, hatte er im Verlauf der Hinrunde einen schweren Stand bei Trainer Jos Luhukay. Eine ungewohnte Situation für den ehemaligen Juniorennationalspieler, der seit seinem Wechsel im Sommer 2012 immer ein Fixpunkt im Mittelfeld des Kiezclubs war. „Ich habe mich aber nie hängen gelassen“, sagt Buchtmann, der 2020 das große Ziel hat, auf dem Platz endlich wieder wichtig für St. Pauli zu sein. „Ich habe über Jahre gezeigt, dass ich ein sehr guter Zweitligaspieler bin“, sagt Buchtmann selbstbewusst.

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Das will er auch im letzten Heimspiel des Jahres am Sonnabend (13 Uhr/Sky live) gegen Tabellenführer Arminia Bielefeld unter Beweis stellen. Anschließend freut sich Buchtmann auf die kurze Winterpause, ehe ein in jeglicher Hinsicht spannendes neues Jahr anbricht. Nach seiner Verlobung im November stehen 2020 neben der sportlichen Stabilisierung die Hochzeitsplanungen an. „Ich heirate aber wahrscheinlich erst 2021. Ich habe also den Kopf frei für Fußball“, scherzt Buchtmann.

Abwehrspieler Florian Carstens hat sich im Regionalligaderby gegen HSV II am vergangenen Sonnabend einen Handwurzelknochenbruch in der linken Hand zugezogen und fällt auf unbestimmte Zeit aus. Mittelfeldspieler Mats Möller Daehli (Knöchelprobleme) konnte am Mittwoch nur Lauftraining absolvieren und droht für die Partie am Sonnabend gegen Bielefeld auszufallen.