St.-Pauli-Einzelkritik

Comeback von Lawrence – einfach unterirdisch

Henk Veerman (28/Mitte) schoss sein siebtes Tor für St. Pauli.

Henk Veerman (28/Mitte) schoss sein siebtes Tor für St. Pauli.

Foto: Thomas Eisenhuth / Bongarts/Getty Images

Bei Erzgebirge Aue stand am Ende für das dezimierte Hamburger Team eine verdiente Niederlage. Die Profis in der Einzelkritik.

Hamburg. Der FC St. Pauli steckt in einer Krise. Die Hamburger verloren am Freitagabend beim FC Erzgebirge Aue mit 1:3 (0:2) und sind jetzt seit insgesamt sieben Pflichtspielen sieglos. Zwei Abwehrschnitzer des walisischen Verteidigers James Lawrence nutzte Aue mit einem Doppelschlag zur frühen Führung durch Florian Krüger (14.) und Dimitrij Nazarov (24./Foulelfmeter).

Henk Veerman (56.) erzielte bei seinem Startelf-Comeback für St. Pauli zwischenzeitlich den Anschlusstreffer, ehe Pascal Testroet (62.) schnell wieder auf 3:1 erhöhte. Die Profis des FC St. Pauli in der Einzelkritik.

Himmelmann: War beim 0:1 und 1:3 chancenlos. Beim Strafstoß war er noch am Ball, konnte ihn aber nicht abwehren.

Ohlsson (bis 67.): Ließ einige Angriffe der Auer über seine Abwehrseite zu und handelte sich früh die Gelbe Karte ein.


Der FC St. Pauli ist seit sieben Pflichtspielen sieglos. Ist Trainer Jos Luhukay noch der Richtige?

Lankford (ab 67.): Blieb beim Versuch des Aufbäumens wirkungslos.

Östigard: Eine insgesamt akzeptable Vorstellung des Verteidiger-Talents.

Lawrence: Der Abwehrchef erlebte in der ehemaligen Bergwerksstadt ein unterirdisches Comeback. Erst legte er dem Torschützen Krüger den Ball auf, dann verschuldete er einen Handelfmeter und ließ schließlich Testroet zu viel Platz im Strafraum.

Kalla: Erledigte seine Aufgabe als Linksverteidiger und Ersatz für Kapitän Buballa solide, aber ohne Glanzpunkte.

Zehir (bis 45.): Der überraschend in die Startelf gerückte Mittelfeldmann hatte viele Ballkontakte, ein paar Ideen, aber auch einige Unsicherheiten. Musste zur Pause aus taktischen Gründen weichen.

Möller Daehli (ab 46.): Der quirlige Norweger sollte dem Angriffsspiel seines Teams mehr Leben einhauchen.

Knoll (bis 67.): Der Kämpfertyp konnte bei seiner Rückkehr in die Startelf nur wenig Konstruktives bewirken. Auch seine Ecken blieben harmlos.

Becker (ab 67.): Setzte keine entscheidenden Impulse mehr.

Miyaichi: Trieb den Ball nach vorn, kam aber weder zu gefährlichen Abschlüssen noch zu gezielten Zuspielen.

Sobota: Traute sich zu wenig zu, gab immerhin die Vorlage zum einzigen Tor.

Gyökeres: Dem Stürmer fehlte wieder mal das Durchsetzungsvermögen.

Veerman: Bei allem Ehrgeiz war dem Stürmer die fehlende Spielpraxis anzumerken, in der zweiten Hälfte war er nicht nur wegen seines Tores auffälliger.