Einzelkritik nach 1:1

St. Paulis linke Seite kostet den Sieg gegen Nürnberg

Waldemar Sobota (l.) und Matthew Penney waren in Nürnbergs St. Paulis tragische Helden.

Waldemar Sobota (l.) und Matthew Penney waren in Nürnbergs St. Paulis tragische Helden.

Foto: Imago/Zink

Sobota gibt eine falsche Vorlage, Penney wählt einen falschen Laufweg. Himmelmann hält wenigstens den einen Punkt fest.

Nürnberg. Da wäre durchaus mehr drin gewesen: Der FC. St. Pauli hat am 9. Spieltag der Zweiten-Fußballbundesliga ein 1:1 (1:0) beim 1. FC Nürnberg erreicht. Hier sind die Hamburger Profis in der Einzelkritik.

Robin Himmelmann: Bewahrte sein Team mit starken Reflexen mehrmals vor dem Ausgleich und später vor dem Rückstand. Beim Gegentreffer ohne Chance.

Sebastian Ohlsson: Traut sich immer mehr offensive Aktionen zu. Nicht zufällig entsprang das 1:0 aus einem seiner Flankenläufe über rechts.

Leo Östigard: Ruhig, sachlich und mit Übersicht erfüllte er seine Aufgabe in der Innenverteidigung, als wäre er 29 und nicht erst 19 Jahre alt.

Daniel Buballa: Selbst ein schmerzhafter Tritt in die Wade (2.) konnte ihn nicht bremsen. Der Kapitän lieferte sich mit Nürnbergs Torjäger Frey einige heiße Duelle.

Matthew Penney: Der Linksverteidiger brauchte etwas Zeit, um in die Partie zu kommen. Lief ungeschickt ins Sichtfeld von Nürnbergs Torhüter Mathenia, sonst hätte Möller Daehlis Treffer zum 2:1 gezählt.

Finn Ole Becker (bis 90.+1): Forderte im Mittelfeld immer wieder den Ball, um das Spiel aufzubauen. Der 19-Jährige hatte dabei viele sehenswerte Aktionen, leistete sich aber auch gefährliche Ballverluste.

Florian Carstens (ab 90.+1): Half am Ende mit, den Punkt zu sichern.

Marvin Knoll: Wie gewohnt mit viel Einsatz im Mittelfeld, ließ sich auch von einem Schlag auf die Lippe nicht bremsen.

Ryo Miyaichi: Brachte gelegentlich Gefahr über rechts, härte sich aber selbst mehr Abschlüsse zutrauen müssen.

Mats Möller Daehli: Sehr variabel, tauchte immer wieder links, rechts und in der Mitte auf. Pech für ihn, dass sein Tor wegen Penneys Abseitsstellung nicht zählte.

Waldemar Sobota (bis 87.): Zuverlässige Vorstellung auf links – allerdings nur, bis er Behrens den Ball zum 1:1 auflegte.

Christopher Buchtmann (ab 87.): Hatte kaum Gelegenheit, sich zu empfehlen.

Viktor Gyökeres (bis 71.): Hatte anfangs Probleme mit der Ballannahme, als er aber die Chance bekam, nutzte der Stürmer sie eiskalt zum Führungstor. Verpasste aber, den zweiten Treffer zu erzielen.

Borys Tashchy (ab 71.): Setzte seinen Körper ein und scheiterte kurz vor dem Abpfiff schmerzhaft an Torwart Mathenia.