Testspiel

Entwarnung bei Avevor – FC St. Pauli siegt 2:1 in Frankfurt

Christopher Avevor vom FC St. Pauli (Archivbild

Christopher Avevor vom FC St. Pauli (Archivbild

Foto: ThorstenWagner / WITTERS

Spezialist untersuchte den Innenverteidiger. Für den Regionalligaclub FSV Frankfurt reichte es auch ohne Avevor.

Hamburg.  Eigentlich wollte Christopher Avevor am Donnerstagabend im Testspiel beim FSV Frankfurt sein Comeback beim FC St. Pauli geben. Seit zwei Wochen plagt sich der Innenverteidiger mit einer hartnäckigen Prellung am Schienbeinköpfchen herum. Besserung? Fehlanzeige. Deshalb reiste der 26-Jährige am Mittwoch gemeinsam mit Vereinsarzt Volker Carrero zu einem Spezialisten nach München. Einen strukturellen Schaden konnte auch der Experte nicht feststellen, sodass Avevor so langsam wieder das Trainingspensum steigern kann.

Wie wichtig „Jackson“, wie ihn seine Kollegen nennen, ist, belegen die Zahlen. Mit 86,67 Prozent gewinnt kein Spieler in der Zweiten Liga mehr Zweikämpfe als der gebürtige Kieler. Gegen Union Berlin (1:4) und den 1. FC Köln (3:5) musste St. Paulis konstantester Abwehrspieler pausieren. Die Vielzahl der Gegentore allein auf das Fehlen Avevors zu schieben, wäre sicher zu einfach, doch dessen resolute Abwehrarbeit fehlte dem Kiezclub, der zuletzt in drei Pflichtspielen ohne Sieg blieb, in den vergangenen beiden Partien.

Diamantakos mit Rot vom Platz

Für den Regionalligaclub FSV Frankfurt reichte es auch ohne Avevor, wenn auch nur knapp. Cheftrainer Markus Kauczinski (48), der direkt von einer Fortbildung vom Bund Deutscher Fußballlehrer (BDFL) in Darmstadt zum Spiel reiste, gab beim 2:1-Sieg vor allem den Profis Einsatzzeit, die zuletzt wenig spielten.

Die Treffer für St. Pauli erzielten Dimitrios Diamantakos (2.), der 32 Minuten später nach einer Tätlichkeit ebenso mit Rot vom Platz flog wie sein Kontrahent Robert Schick, und Ryo Miyaichi (16.). „Das war völlig unnötig von Dimitrios. Damit schadet er sich und der Mannschaft. Wir hätten das eine oder andere Tor mehr machen können, aber insgesamt war es ein guter Test für uns“, sagte Kauczinski. Am Freitag trainiert sein Team noch einmal in Frankfurt, ehe es für die Profis ein freies Wochenende gibt.

FC St. Pauli: Müller– Zander (59. Kuyucu), Schoppenhauer, Carstens, Park – Nehrig (61. Nadj) – Sahin (72. Sobota), Dudziak (46.Zehir), Miyaichi (72. Neudecker) – Diamantakos, Schneider (72. Veerman).