St. Pauli-Einzelkritik

Kilometergeld für Allagui, Neudecker als Ungeheuer

Richard Neudecker feiert seinen Treffer zum 1:0

Richard Neudecker feiert seinen Treffer zum 1:0

Foto: dpa

Allagui war umtriebig aber glücklos. An Spielmacher Buchtmann lief die Partie weitestgehend vorbei – bis zu seinem Treffer.

Hamburg. Der FC St. Pauli holt am Millerntor mit 2:0 gegen Darmstadt den zweiten Saisonsieg. Richard Neudecker (52. Minute) und Christopher Buchtmann (85.) trafen für die Hanseaten, denen der erste Sieg über die Darmstädter seit dem 15. Juli 1992 gelang.

Himmelmann: Rettete stark gegen Sulu (28.) Ansonsten kaum gefordert.

Dudziak: Der Aushilfs-Rechtsverteidiger ließ wenig anbrennen.

Avevor: St. Paulis Nummer sechs entwickelt sich zu einem der besten Innenverteidiger der Liga.

Ziereis: Das Trikot des Abwehrchefs gab schon nach drei Minuten den Geist auf. Mit freiem Oberkörper zog er die Blicke der Damen auf sich. Die Herren der Schöpfung schickte er mit seinem Zweikampfverhalten zufrieden nach Hause.

Buballa: Wenn es gefährlich für St. Pauli wurde, dann über seine Seite.

Knoll: Bei der Aufstellung wurde bei seinem Namen das Foto von Jan-Philipp Kalla eingeblendet. Auf dem Platz war der Aggressive-Leader aber ganz er selbst.

Flum: Der Ersatzkapitän war Dreh- und Angelpunkt im St.-Pauli-Spiel.

Neudecker: Der Linksfuß tat sich auf der rechten Außenbahn schwer. Auf links lief es in Hälfte zwei besser, und plötzlich mutierte er zum Kopfballungeheuer und Vorlagengeber.

Buchtmann (bis 90.+1): Die Partie lief am Spielmacher weitestgehend vorbei, doch am Ende machte er mit seinem Treffer den Deckel drauf.

Nehrig (ab 90.+1): Durfte mitfeiern.

Möller Daehli (bis 77.): Der Norweger arbeitet an seinem Vorsatz, mehr Einfluss auf das Spiel zu haben. Starke Vorarbeit bei Neudeckers 1:0.

Sobota (ab 77.): Die Latte verhinderte sein Tor.

Allagui (bis 72.): Wenn der Stürmer Kilometergeld bekäme, wäre es ein teurer Abend für den Kiezclub geworden. Umtriebig aber glücklos.

Diamantakos (ab 72.): Teilgenommen.