Transfer

St. Pauli hat neuen Sturmriesen – der nur mit dem Fuß trifft

Henk Veerman wechselt vom SC Heerenveen zum FC St. Pauli

Henk Veerman wechselt vom SC Heerenveen zum FC St. Pauli

Foto: imago/Pro Shots

St. Pauli verpflichtet 2,01-Meter-Hüne für eine halbe Million Euro aus Holland. Sehen sie hier seine Tore aus der Vorsaison.

Hamburg. Der FC St. Pauli ist auf der Suche nach einem neuen Stürmer fündig geworden. Der Kiezverein verpflichtete Angreifer Henk Veerman vom SC Heerenveen aus der ersten holländischen Liga. Die Ablösesumme liegt nach Abendblatt-Informationen bei knapp 450.000 Euro. Obwohl der mit 2,01 Meter groß gewachsene Sturmriese prädestiniert für das Kopfballspiel ist, erzielte er seine vier Tore in der Vorsaison allesamt mit dem Fuß – teilweise technisch höchst anspruchsvoll (siehe Videos).

Ab 2:55 Minute: Veerman trifft gegen Kerkrade (Endstand 1:2):

Veerman trifft gegen Kerkrade

Veerman (17 Tore und acht Vorlagen in 95 Erstligaspielen für Heerenveen) hat bei St. Pauli einen Dreijahresvertrag bis 2021 unterschrieben. „Wir freuen uns, mit Henk einen Stürmer verpflichtet zu haben, der ein Profil hat, welches wir noch nicht in unserem Kader haben. Er wird uns mit seinem Profil und seiner Qualität bereichern“, sagte Sportchef Uwe Stöver.

Ab 2:15 Minute: Veerman trifft gegen Feyenoord (Endstand 1:1):

Veerman Tor gegen Feyenoord

Ab 5:45 Minute: Veerman trifft gegen Twente (Endstand 4:0):

Veerman trifft gegen Twente

Das erwartet Veerman von St. Pauli

Für den 27 Jahre alten niederländischen Angreifer ist es die erste Station im Ausland. Über seine neue Fußballliebe will er in der Heimat nur positives gehört haben. „St. Pauli ist ein großer und bekannter Verein mit herausragenden Fans. Ich hoffe, dass ich meinen Teil dazu beitragen kann, dass wir als Mannschaft unser Ziel erreichen und zwar besser abzuschneiden als in der letzten Saison.“

Ein Einsatz im kommenden Spiel gegen Darmstadt (Freitag, 2030 Uhr/Sky) dürfte für Veerman wohl noch zu früh kommen. Schon in der darauffolgenden Woche im Pokal bei Drittligist Wehen Wiesbaden könnte er aber eine Alternative für Trainer Markus Kauczinski darbieten. „Trotz seiner Größe ist Henk ein technisch gut versierter Spieler, der uns durch sein Kopfballspiel sowohl offensiv als auch defensiv helfen wird“, sagte der Coach.

Bouhaddouz könnte St. Pauli verlassen

Mit dem Transfer des schlaksigen Torjägers ist der Weg frei für einen Wechsel des seit einem Jahr glücklosen Stürmers Aziz Bouhaddouz. St. Pauli sieht sich mit Veerman, Sami Allagui, Dimitrios Diamantakos und Jan-Marc Schneider personell gut aufgestellt im Angriff. Für den marokkanischen WM-Fahrer Bouhaddouz (ein Eigentor in Russland) ist somit kein Platz mehr im Kader.

Der Hamburger Zweitligist erhofft sich außerdem eine stattliche Ablöse bei einem Verkauf des 31-Jährigen, der wiederum eine neue Herausforderung sucht, um den letzten großen Vertrag seiner Karriere zu unterschreiben. Für St. Pauli sollen in Zukunft andere Spieler auf Torejagd gehen – allen voran Henk Veerman.