Hamburgs Innensenator

St.-Pauli-Fans fordern per Transparent Ausschluss Grotes

Innensenator Andy Grote (r.) mit St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich

Innensenator Andy Grote (r.) mit St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich

Foto: Valeria Witters / WITTERS

Hintergrund sind die Vorfälle beim G20-Gipfel. Der Fußball-Zweitligaclub hat umgehend reagiert.

Hamburg.  Fans des FC St. Pauli haben den Fußball-Zweitligaclub aufgefordert, Hamburgs Innensenator Andy Grote auszuschließen. Am Montagabend wurde quer über dem Vorplatz vor der Südtribüne, in der sich auch die Geschäftsstelle befindet, ein entsprechendes Transparent angebracht: „Sofortiger Vereinsausschluss von Andy Grote.“ Ein Foto mit dem Spruchband kursierte wenig später in den sozialen Netzwerken.

Grote ist Mitglied und bekennender Anhänger des FC St. Pauli. In der traditionell linken Fanszene des Clubs steht der SPD-Politiker, der auch das Sportressort verantwortet, wegen der Polizeistrategie beim G20-Gipfel in der Kritik. Beamte waren teils äußerst hart gegen Demonstranten vorgegangen. Auf die Krawalle im Schanzenviertel wiederum waren die Einheiten taktisch nicht vorbereitet gewesen.

Zudem hatte Grote die von ihm untersagten Camps der Gipfelgegner als Ausgangspunkt der Gewalt bezeichnet. Der FC St. Pauli hatte Demonstranten Schlafplätze im Millerntorstadion zur Verfügung gestellt.

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Der FC St. Pauli ließ das Transparent am Dienstagmorgen unverzüglich entfernen. Wer hinter der Aktion steckt, ist dem Verein laut Pressesprecher Christoph Pieper nicht bekannt. Es stehe aber jedem Mitglied frei, den Ehrenrat anzurufen und Grotes Ausschluss zu beantragen. Mögliche Gründe für einen Ausschluss sind etwa vereinsschädigendes Verhalten sowie Verstöße gegen die Satzung und gegen sonstige verbindliche Regeln des Vereins.