FC St. Pauli

Himmelmann will ganz in Ruhe wieder fit werden

Robin Himmelmann (r.) geht in Begleitung
von Physio Johannes Reich (l.)
und Teamarzt Hauke Mommsen

Robin Himmelmann (r.) geht in Begleitung von Physio Johannes Reich (l.) und Teamarzt Hauke Mommsen

Foto: Witters

St. Paulis verletzter Torhüter Robin Himmelmann plant seine Rückkehr für das Trainingslager im Januar.

Hamburg.  Kaum war die Diagnose Muskelfaserriss bestätigt, da tummelte sich Robin Himmelmann (27) am Montag schon wieder auf dem Trainingsgelände an der Kollaustraße herum. Wer auf ein Blitzcomeback des verletzten Torhüters vom FC St. Pauli gehofft hatte, wurde allerdings enttäuscht. „Ich bin jeden Tag ein- bis zweimal in Behandlung hier. Im Moment ist außer Ruhe nicht viel drin“, sagt Himmelmann.

Es war eine kuriose Szene, die sich am Freitagabend im Spiel gegen Kaiserslautern (0:0) um Himmelmanns Verletzung abspielte. Kapitän Sören Gonther verschuldete in der 27. Minute einen Foulelfmeter, als St. Paulis Schlussmann plötzlich zu Boden sank und sich behandeln ließ. So manch einer hätte ihm Schauspielerei zum bestmöglichen Zeitpunkt attestiert. „Schon ein paar Minuten vorher habe ich gemerkt, dass etwas nicht stimmte“, stellt Himmelmann klar. Als er einen Rückpass von Joël Keller weggeschossen habe, habe er ein kleines Knacken gehört. „Dann kam schon die Elfmeterszene. Das war die Möglichkeit, mich behandeln zu lassen.“

St. Pauli verliert den Torwart vor Stiebers Elfmeter:

Und er wählte einen guten Zeitpunkt: Lauterns Zoltan Stieber wartete fast fünf Minuten am Elfmeterpunkt, ehe Philipp Heerwagen den verletzten Keeper ersetzte und Stieber den Strafstoß ausführen konnte. „Es war eine schwierige Situation für Stieber, so lange vor unseren Fans zu stehen und zu überlegen, wo er den Ball hinschießen soll“, gibt Himmelmann zu – denn der Elfmeter flog dann am rechten Pfosten vorbei.

Nach Winterpause im Trainingslager wieder voll einsteigen

St. Pauli hatte nach Mittelfeldregisseur Christopher Buchtmann neuen Zuwachs im braun-weißen Lazarett bekommen. Mit Himmelmann fällt ausgerechnet der konstanteste Spieler dieser Saison aus. Ersatztorhüter Heerwagen soll ihn die restliche Hinrunde ersetzen. „Philipp hat genügend Erfahrung, um seine Sache gut zu machen. Es ist egal, wer im Tor steht. Es geht darum, Punkte zu holen“, sagt Himmelmann.

Der Plan des Keepers ist es, in der Winterpause im Trainingslager wieder voll einzusteigen. „Bis zum Rückrundenauftakt gegen Stuttgart sind es acht Wochen. Ich pausiere lieber jetzt eine Woche mehr, damit es bis dahin vernünftig ausgeheilt ist“, sagt Himmelmann. Aber wer weiß, vielleicht kommt er doch früher zurück als gedacht.