Zweite Bundesliga

FC St. Pauli geht ungeschlagen in die neue Saison

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Die Stimmung stimmt bereits: Enis Alushi (v. l.) mit den Vallecano-Torschützen Lasse Sobiech und Sören Gonthe

Die Stimmung stimmt bereits: Enis Alushi (v. l.) mit den Vallecano-Torschützen Lasse Sobiech und Sören Gonthe

Foto: TayDucLam / WITTERS

Der FC St. Pauli gewinnt auch sein letztes Vorbereitungsspiel mit 9:1. Am Sonnabend geht die neue Saison gegen Bielefeld los.

Hamburg/Todesfelde. Der FC St. Pauli geht ungeschlagen in die neue Saison der zweiten Fußball-Bundesliga. Das Team von Trainer Ewald Lienen besiegte im zehnten Vorbereitungsspiel den Schleswig-Holstein-Ligisten SV Todesfelde deutlich mit 9:1 (4:1). Nur gegen Freiburg gab es eine torlose Partie, alle anderen Spiele wurden gewonnen.

Trainer Ewald Lienen sagte auf der Vereinsseite nach dem Spiel am Sonntag: „Das war heute ein guter Test bei guten Rahmenbedingungen und einem Gegner, der uns einiges abverlangt hat. Ich bin zufrieden mit dem Auftritt der Jungs, die den Ball gut laufen gelassen und viele Tore erzielt haben.“

Der FC St. Pauli hat in der Vorbereitung einen guten Eindruck hinterlassen und geht mit Rückenwind in die neue Saison der 2. Fußball-Bundesliga. „Das war alles gut für unser Selbstvertrauen. Aber es waren nur Vorbereitungsspiele. Wettkampf ist etwas anderes“, sagte Kapitän Sören Gonther nach dem starken 4:2 bei der offiziellen Saison-Eröffnung am Sonnabend gegen den spanischen Erstligisten Rayo Vallecano.

Bundesliga-Start gegen Bielefeld

Am kommenden Sonnabend geht es erstmals um Punkte. Aufsteiger Arminia Bielefeld wird am Hamburger Millerntor zu Gast sein. Nach Fertigstellung der Nordtribüne hat die Arena Platz für 29 400 Fans. Und die werden nicht noch einmal einen an den Nerven zerrenden Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag erleben wollen.

Marcel Halstenberg ist sicher, dass seine Mannschaft nicht wieder in der unteren Tabellenregion zu finden sein wird. „Die vergangene Saison war durch die vielen Trainerwechsel sehr hektisch“, erklärt der Linksverteidiger. „Aber wir sind zusammengewachsen. Gerade zum Ende der Saison haben wir gut gespielt und standen hinten immer gut.“

Die Abwehrstärke war auch in den Vorbereitungsspielen sichtbar. Die Schwäche der vergangenen Saison allerdings auch: Die Stürmer machen zu wenig Tore. Einzig Lennart Thy, der auch gegen Vallecano traf, hat in der Vorbereitung gelegentlich ein Ausrufezeichen gesetzt und dürfte als Sturmspitze gesetzt sein.

Am Sonntag ging das überwiegend mit Ergänzungsspielern angetretene Team von Trainer Ewald Lienen beim unterklassigen SV Todesfelde (9:1) auf Torejagd. Ante Budimir, John Verhoek (je 3), Waldemar Sobota (2) und Philipp Ziereis (1) trafen.

Transferbilanz: Viele Abgänge, wenig Neuzugänge

Viele Abgänge, wenig Neuzugänge - so lautet die Transferbilanz von Sportchef Thomas Meggle. Der aufgeblähte Kader der vorigen Saison wurde massiv verkleinert, der Lizenzspieleretat heruntergefahren. Coach Lienen hat damit kein Problem: „Wir haben zwar einen schmalen Kader, aber dennoch fünf bis sieben Spieler draußen, die ich jederzeit bringen kann“.

Eine erneute Verletzungsmisere wäre jedoch sicher schwer zu kompensieren. Bei Rechtsverteidiger Jan-Philipp Kalla besteht immerhin die Hoffnung, dass er bis zum Ligastart seine Adduktorenzerrung auskuriert hat. Bei Mittelfeldspieler Christopher Buchtmann (Innenband) dürfte es ein bis zwei Wochen länger dauern.

Die Eingespieltheit gilt als Trumpf der Mannschaft. Einziger echter Neuer ist der Japaner Ryo Miyaichi, der über die Außenbahnen Akzente setzen soll. Eine Achillessehnenreizung setzte ihn zwar den Großteil der Vorbereitung außer Gefecht.

Gegen Freiburg (0:0) und Vallecano überzeugte er seinen Coach allerdings: „Er deutet immer mehr an, wozu er in der Lage ist“, sagte Lienen, der eine weitere Neuverpflichtung dennoch nicht ausschließt. Der Fokus liegt nun aber auf der letzten Trainingswoche. Und wie sieht es mit dem Saisonziel aus? Kapitän Gonther bleibt bescheiden: „Wir wollen einfach das erste Spiel gewinnen.“ Das wäre im Vergleich zum Vorjahr bereits ein Fortschritt.

FC St. Pauli

Heerwagen, Startsev, Ziereis (46. Kurt), Deichmann, Keller (60. Franke), Sobota (68. Conteh), Rosin, Choi (68. Park), Litka, Verhoek, Budimir

Tore: 0:1 Sobota (11.), 0:2 Verhoek (FE, 20.), 0:3 Sobota (25.), 0:4 Ziereis (41.), 1:4 (44.), 1:5 Budimir (49.), 1:6 Budimir (56.), 1:7 Verhoek (63.), 1:8 Budimir (67.), 1:9 Verhoek (90.)

( dpa )

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