„Eine sozialverträgliche Lösung“

Der Mittelfeldspieler Armando Cooper aus Panama soll den verletzten Bernd Nehrig ersetzen

Hamburg. Seine künftige Dienstbekleidung durfte Armando Cooper in Form einer St.-Pauli-Jacke am Sonnabend bereits tragen. Auf der Tribüne des Edmund-Plambeck-Stadions in Norderstedt saß er neben St. Paulis Sportdirektor Thomas Meggle und betrachtete das Spiel seiner neuen Kollegen gegen Silkeborg. Der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler aus Panama soll Bernd Nehrig ersetzen, der nach einer schweren Muskelverletzung im Adduktorenbereich wochenlang ausfällt. Trainer Ewald Lienen befürchtet sogar, dass er Nehrig in dieser Saison womöglich gar nicht mehr einsetzen kann.

Am Sonntag warteten Meggle und Cheftrainer Lienen darauf, dass der Verband Argentiniens die Freigabe für den Wechsel Coopers vom argentinischen Erstligisten Club Deportivo Godoy Cruz erteilt. Bereits vor Weihnachten war St. Pauli an dem nur 1,73 Meter großen Cooper interessiert, damals aber scheiterte der Transfer an der Ablöseforderung von Godoy Cruz. Hinzu kam, dass sich St. Pauli in der Zwischenzeit mit der Mainzer Leihgabe Julian Koch verstärkte.

Nehrigs Verletzung veränderte nun wieder die Situation. Zudem beharrte der argentinische Club unmittelbar vor dem Ende der Wintertransferperiode offenbar nicht mehr auf einer Ablöse. „Es handelt sich um eine für uns sehr sozialverträgliche und Lösung“, umschrieb Lienen am Sonnabend die finanziellen Modalitäten.

St. Paulis Cheftrainer kennt Cooper aus der gemeinsamen Zeit beim rumänischen Erstliga-Club Otelul Galati. In der Saison 2013/14 bestritt der „Sechser“ hier unter Lienen insgesamt 17 Punkt- und ein Pokalspiel. Dabei erzielte er drei Treffer. Lienen schätzt Cooper als „polyvalenten“ Mittelfeldspieler mit „Aggressivität und Zweikampfstärke“. „Er hat in Rumänien eine richtig gute Saison gespielt“, sagte Lienen.

Im Gegensatz zur „Leihgabe“ Julian Koch wird Armando Cooper vom FC St. Pauli fest und über das Ende der laufenden Saison hinaus verpflichtet. „Der Transfer ist daher auch schon als Vorgriff auf die kommende Spielzeit anzusehen“, sagte Lienen. Dann wird Cooper nach aktuellem Stand nicht mehr neben Koch sondern an dessen Stelle in St. Paulis Mittelfeld spielen.

Unterdessen muss Innenverteidiger Markus Thorandt weiter auf sein Comeback warten. Nachdem sein operiertes Knie auf die jüngsten Belastungen reagierte, ist ihm zwei Woche Ruhe verordnet worden. Mit Aquajogging muss hält er sich fit.