DFB-Pokal

Roland Vrabec bleibt bei St. Pauli Trainer auf Bewährung

Das Weiterkommen im DFB-Pokal verschafft dem in die Kritik geratenen Coach eine Verschnaufpause. Doch die gilt für Roland Vrabec und den FC St. Pauli nur bis Freitag.

Rathenow. Als Trainer auf Bewährung hat sich Roland Vrabec selbst nicht gesehen. Doch das 3:1 (2:0) seines FC St. Pauli im DFB-Pokal-Erstrundenspiel beim fünftklassigen Oberligaklub FSV Optik Rathenow war ohne Frage enorm wichtig für den 40-jährigen Fußballlehrer. Im Falle einer Niederlage wäre Vrabec vermutlich beurlaubt worden.

Der Erfolg in Rathenow, der durch die Treffer von Christopher Nöthe (9./51.) und Ante Budimir (31.) zustande kam, verschafft ihm nun etwas Zeit zum Durchatmen. Für den kroatischen Neuzugang Budimir war es das erste Tor im Pauli-Trikot. „Wir wollen das positive Gefühl mit in die Liga nehmen“, sagte der Doppeltorschütze: „Wir müssen versuchen, auf dieser Welle zu bleiben.“

Vrabec gab sich nach dem souveränen Erfolg seines Teams gelassen. „Wenn man verliert, dann ist es überall so, dass der Trainer infrage gestellt wird. Das ist hier nicht anders, und damit muss man leben können. Wir sind jetzt eine Runde weitergekommen. Das ist schön für die Mannschaft und den Verein, da geht es weniger um mich“, sagte der Coach.

Sportdirektor Rachid Azzouzi hofft, dass von diesem Erfolg für die Aufgaben in der 2. Fußball-Bundesliga eine Initialzündung ausgeht. Die Kiezkicker hatten mit nur einem Punkt aus zwei Spielen den Saisonstart verpatzt. „Es ging nur ums Weiterkommen. Jetzt freuen wir uns über den Sieg und werden versuchen, mit der Unterstützung der Fans am Freitag gegen Sandhausen drei Punkte einzufahren“, sagte Azzouzi.

Leicht werde das aber nicht werden, warnte Abwehrspieler Sebastian Schachten. „Es liegt noch viel Arbeit vor uns. Gegen Sandhausen erwartet uns ein heißer Tanz“, sagte er.

Die Statistik

Rathenow: 1 Subke – 2 Delvalle, 27 Wilcke, 63 Cetin, 17 Oumari – 16 Leroy, 6 Novak (ab 32. Brecht) – 11 Printemps, 23 Regulski, 19 Skrehot (ab 46. Balde) – 7 Turhan (ab 72. Breto). – Trainer: Kahlisch

St. Pauli: 13 Tschauner – 20 Schachten, 4 Philipp Ziereis, 26 Gonther, 15 Buballa – 29 Maier, 10 Buchtmann (ab 78. Trybull), 27 Kalla, 11 Rzatkowski – 9 Nöthe (ab 60. Thy), 14 Budimir. – Trainer: Vrabec

Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)

Zuschauer: 5000

Tore: 0:1 Nöthe (9.), 0:2 Budimir (31.), 0:3 Nöthe (51.), 1:3 Printemps (83.)