St. Paulis Kapitän Boll kritisiert Erwartungen und fordert Geduld

Hamburg. Er komme mit den Ansprüchen einiger „nicht mehr klar“, schrieb St. Paulis Kapitän Fabian Boll auf seiner Facebook-Seite. Der 34-Jährige sieht rund um den Kiezclub aktuell eine überzogene Erwartungshaltung an sich und seine Mitspieler. Nach dem 1:1 gegen Fortuna Düsseldorf war die spielerische Qualität der Partie bemängelt worden. „Vielleicht sollte man mal den Fußball 2009/2010 (Aufstieg in die Bundesliga, d. Red.) aus dem Gedächtnis streichen und dieser neuformierten Mannschaft auch gerade nach so einer Saison wie der letzten ein bisschen Zeit und Geduld geben“, appelliert St. Paulis Urgestein.

Deshalb erinnerte der Defensivspieler, der seit 2002 das Trikot der Braun-Weißen trägt, an die vergangenen schweren Zeiten des Clubs in der Regionalliga und die Anfänge nach dem Wiederaufstieg in den Profifußball 2007. „Es geht in dieser Saison in erster Linie nicht um den Aufstieg, es hat schon seinen Grund, warum das Spiel (…) nicht mittwochabends um 20.45 Uhr angepfiffen wird“, so Boll weiter.

Ähnlich hatte auch Trainer Michael Frontzeck den Auftritt seiner Mannschaft bewertet. „Es ist immer eine Frage, welchen Anspruch man hat. Düsseldorf hat sich auf die Fahnen geschrieben, aufzusteigen. Für uns ging es letzte Saison bis zum vorletzten Spieltag gegen den Abstieg“, sagte er.