Helmut Schulte packt über sein drittes Ende beim FC St. Pauli aus

Hamburg. Es sei nicht seine Absicht gewesen, alte Rechnungen zu begleichen, schickt Helmut Schulte vorweg, als er im Schmidt-Theater auf dem Spielbudenplatz sein Erstlingswerk vorstellt. In dem nun erschienenen Buch "Drei St.-Pauli-Leben" schildert der ehemalige Sportchef des FC St. Pauli dennoch ausführlich, wie im Mai 2012 der eigentlich schon entlassene Trainer André Schubert im Amt bestätigt wurde und stattdessen die Trennung von Schulte erfolgte. "Schubert machte sich im Verein und Umfeld schnell unbeliebt, war umstritten und nicht gut gelitten", schreibt Schulte. Trotzdem habe er sich gegen den Rauswurf ausgesprochen. Das Verhalten des Präsidiums sei ihm anschließend jedoch "voll gegen den Strich" gegangen.

In jenem Kapitel werde nur das beschrieben, was passiert sei, erklärt der 56-Jährige: "Wenn das dem ein oder anderen nicht gefällt, kann ich es nicht ändern", sagt Schulte. Vornehmlich wolle er ohnehin über die vielen schönen Geschichten seiner drei Abschnitte beim Kiezclub ab 1984 erzählen. Ob es ein viertes "St.-Pauli-Leben" geben könnte? "Das wissen nur die Götter", sagt Schulte grinsend.