Der unheimliche Asamoah ackert, trifft und überragt

St.-Pauli-Einzelkritik: Pliquett rechtfertigt seinen Einsatz mit einer starken Leistung

Pliquett: Sein Einsatz anstelle von Thomas Kessler war der aufsehenerregendste Wechsel in der Imtech-Arena seit dem Rasendesaster - jedoch anders als dieser keineswegs misslungen. Starke Fußabwehr gegen Mathijsen.

Thorandt: Zu Beginn durch seine Präsenz bei Standardsituationen St. Paulis torgefährlichster Spieler.

Zambrano: Hatte Glück, dass sein Lapsus kurz vor der Halbzeit nicht bestraft wurde. Nach fünfter Gelber Karte in Dortmund nicht dabei.

Gunesch: Sein Kopf muss zeitweise gebrummt haben wie eine Streuobstwiese. Gewann nahezu jedes Duell in der Luft und sorgte maßgeblich dafür, dass in St. Paulis defensivem Zentrum kein Durchkommen war.

Volz: Muss sich schwaches Stellungsspiel ankreiden lassen. Gegen Ben-Hatira und Jarolim mehrfach zweiter Sieger.

Boll: Im Hinspiel noch Torschütze, diesmal Vorlagengeber. Ließ seinen Gegnern keinen Zentimeter Platz, hatte viele wichtige Ballgewinne.

Lehmann: Beackerte einmal mehr jeden Meter des Stadions.

Kruse: Für den lauffreudigen ehemaligen Bremer stehen die Zeichen weiter auf Grün. Leitete mit seiner Ecke das Tor des Tages ein.

Takyi (bis 58.): Nachdem er in den vergangenen Partien aufgeblüht war, diesmal nicht ganz so präsent.

Ebbers (ab 58.): Weiter in ungewohnter Rolle als Ersatzmann. Hätte per Kopf beinahe das zweite Tor erzielt.

Bartels: Gefoult von Demel, war sein Sturz im HSV-Strafraum die auffälligste Aktion des wuseligen Außenspielers. Einen Elfmeter erhielt er dafür aber nicht.

Asamoah (bis 70.): Unheimlich wertvoll nicht nur wegen seines Führungstreffers. Macht mit seinem Körpereinsatz jeden Gegenspieler rasend.

Daube (ab 70.): Der junge Hamburger Spross sammelte zu Recht weitere Einsatzzeit.