St.-Pauli-Anleihe nach nur zwei Tagen komplett gezeichnet

Hamburg. Damit hatte wohl niemand gerechnet, als die Vereinsführung am 2. November bei einer Pressekonferenz erstmals die Anleihe des FC St. Pauli vorstellte. "Drei Millionen wären gut, alles andere ein Erfolg", hatte Vizepräsident Tjark Woydt damals über den erhofften Gesamtwert der Zeichnungen im Abendblatt-Interview gesagt. Mittlerweile ist nicht nur die erste, auf einen Wert von sechs Millionen Euro begrenzte Anleihe komplett gezeichnet, auch die Erhöhungsoption, die der Verein aufgrund der starken Nachfrage zog, ist ausgereizt. Innerhalb von nur zwei Tagen wurden alle noch verfügbaren Anleihen im Wert von zwei Millionen Euro gezeichnet.

"Allen Anlegern müssen wir ein riesiges Dankeschön aussprechen. Das ist ein sensationelles Ergebnis, mit dem selbst die größten Optimisten nicht rechnen konnten", sagte Woydt. "Das zeigt, dass wir bei den Fans, Mitgliedern und Sympathisanten mit unserer Anleihe auf breite Zustimmung gestoßen sind und großes Vertrauen genießen."

Für die zweite Anleihe hatte es bereits vor Emissionsstart über 1000 Registrierungen gegeben und der Verein hätte weit mehr Anleihen verkaufen können. Allerdings hätte es für das Geld keine direkte Verwendung und somit auch keine Genehmigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) mehr gegeben.

"Die riesige Nachfrage zeigt, dass die Entscheidung, eine Anleihe auszugeben, absolut richtig war. Wir haben ein tolles Resultat erzielt und sind nun für die großen Projekte, die vor uns liegen, bestens aufgestellt", sagte Geschäftsführer Michael Meeske. Das Geld, das mit sechs Prozent verzinst wird und am 1. Juli 2018 an die Anleger zurückgezahlt werden muss, ist Teil eines Gesamtpakets, das für den Stadionausbau sowie den Neu- und Umbau des Trainingszentrums an der Kollaustraße verwendet werden soll.