Hamburg. Der Wirbel um den Hauptsponsor und Anteilseigner HanseMerkur weist auf strukturelle Defizite beim Club hin. Ein Kommentar.

Es gab eine Zeit, da gehörte das Besetzen von Aufsichtsratssitzungen für HSV-Reporter genauso dazu wie das Besuchen von Trainingseinheiten und täglichen Trainerrunden, früher noch auf dem Gelände in Ochsenzoll, später auf dem Stadiongelände. Während sich die Funktionäre in den Räumen der damaligen Vereins- und Westbank unweit des Rathausmarkts zuverlässig zofften, schlugen die Journalisten auf dem Parkplatz vor dem Eingang stundenlang die Zeit bis zum Sitzungsende tot. Irgendwann brachte jemand einen Fußball mit, das sorgte für lustige Ballstafetten zwischen den Autos – und führte dazu, dass uns doch gnädigerweise ein Aufenthaltsraum in der Bank, in der der HSV-Aufsichtsratsvorsitzende Udo Bandow arbeitete, zugewiesen wurde.