Dopingverdacht

HSV-Profi Mario Vuskovic vorläufig gesperrt

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HSV-Profi Mario Vuskovic wurde nach einem positiven Dopingtest vorläufig gesperrt.

HSV-Profi Mario Vuskovic wurde nach einem positiven Dopingtest vorläufig gesperrt.

Foto: Valeria Witters / WITTERS

Der Deutsche Fußball-Bund hat auf den positiven Dopingtest des Innenverteidigers mit einer einstweiligen Verfügung reagiert.

Hamburg. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat den unter Dopingverdacht stehenden HSV-Profi Mario Vuskovic vorläufig gesperrt. Wie der DFB am Dienstag mitteilte, wurde die Sperre im Rahmen einer einstweiligen Verfügung nach der Rechts- und Verfahrensordnung des Verbands ausgesprochen.

Dies gilt mit sofortiger Wirkung bis zum Urteil des DFB-Sportgerichts in der Hauptsache.

HSV-Profi Vuskovic drohen vier Jahre Doping-Sperre

Bei einer am 16. September 2022 genommenen Dopingprobe des Hamburger Zweitliga-Spielers war körperfremdes Erythropoietin (Epo) nachgewiesen worden. Der 20-jährige Innenverteidiger ist von seinem Club vorerst aus dem Trainingsbetrieb genommen worden. Auch bei der momentan stattfindenden USA-Reise ist der Kroate nicht dabei.

Mittlerweile wurde eine Analyse der B-Probe des Innenverteidigers beantragt. Vuskovic, der am Mittwoch 21 Jahre alt wird, droht eine Sperre von bis zu vier Jahren. Sie könnte auf zwei Jahre verkürzt werden, wenn der Innenverteidiger den Beweis erbringen könnte, den Verstoß gegen die Anti-Doping-Bestimmungen nicht absichtlich begangen zu haben.

Für Vuskovic, der nach starken Leistungen als Stammspieler vor der Berufung in die A-Nationalmannschaft stand, könnte eine lange Sperre das Ende seiner sportlichen Karriere bedeuten. Der U-21-Nationalspieler war 2021 für eine Leihgebühr von 1,2 Milliionen Euro von Hajduk Split zum HSV gewechselt. Zum 1. Juli dieses Jahres verpflichteten ihn die Hamburger für weitere drei Jahre fest und überwiesen eine Ablöse von drei Millionen Euro an seinen Heimatclub.

Sollte die B-Probe den Befund bestätigen, entstünde dem HSV wohl ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden. Ein Punktabzug droht allerdings nicht. Nach dem DFB-Reglement sollen Strafen gegen einen Verein nur dann erfolgen, „wenn dem Club ein Verschulden nachgewiesen werden kann oder mehr als zwei Spieler der Mannschaft gegen die Anti-Doping-Bestimmungen verstoßen haben“.

( dpa/HA )

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