HSV-Einzelkritik

Königsdörffers Monster-Solo – Muheims abstruse Statistik

| Lesedauer: 2 Minuten
Königsdörffer lässt den HSV in Hannover jubeln – die Analyse

Königsdörffer lässt den HSV in Hannover jubeln – die Analyse

Partyszenen nach dem späten Sieg im Nordduell. Wie HSV-Reporter Henrik Jacobs das Spiel im Stadion von Hannover erlebt hat.

Beschreibung anzeigen

Zwei Offensivkräfte hatten wenig Glück, für einen HSV-Profi lief es in Hannover aber noch besch…eidener. Hier ist die Einzelkritik.

Hannover. Der HSV hat durch einen späten 2:1 (1:1)-Sieg bei Hannover 96 die Tabellenführung in der Zweiten Fußball-Bundesliga ausgebaut.

Matchwinner war Joker Ransford Königsdörffer mit seinem Treffer nach einem spektakulären Sololauf in der Nachspielzeit.

Und wer war sonst noch gut? Wer fiel ab? Hier sind die Profis des HSV in der Einzelkritik:

Heuer Fernandes: Einmal mehr als Spielmacher unterwegs. Seinen Assist vor dem 0:1 auf Muheim hatte er sich aber eigentlich anders vorgestellt. Als Torwart kaum gebraucht.

Heyer: Der Rechtsverteidiger sammelte mit seiner Hereingabe auf Eigentorschütze Börner schon seinen dritten Assist. Auch hinten wieder zuverlässig.

Vuskovic: Holte sich früh die Gelbe Karte ab und spielte auch danach am Rande der Härtegrenze.

Schonlau: Der Kapitän hatte seine Abwehr gut im Griff. Aber auch er kam an einer Gelben Karte nicht vorbei.

Muheim: Zwei Wochen nach seiner Toilettenträumerei steckte der Schweizer auch in Hannover noch im Tiefschlaf. Rutschte vor dem 0:1 aus und war danach noch lange verunsichert. Erwischte einen ziemlich besch… Tag – trotz 113 Ballkontakten!

Meffert: Ein ausgewiesener Fernschütze wird der Sechser in diesem Leben nicht mehr. Dafür bleibt er der Mann für die einfachen Sachen. Und die machte er wie immer gut.

Reis: Es war eine gute Entscheidung, nicht zur U-21-Nationalmannschaft der Niederlande zu reisen. Er brauchte in den harten Zweikämpfen gegen die Hannoveraner seine ganze Kraft. Und davon hat der 22-Jährige eine ganze Menge.

Bénes (bis 76.): Der Slowake brauchte nach seiner Länderspielreise eine Halbzeit Zeit, um ins Spiel zu finden. Als er gerade richtig drin war, war das Spiel für ihn auch schon wieder vorbei.

Suhonen (ab 76.): Drei Monate nach seinem Wadenbeinbruch wirbelte er bei seinem Comeback auf Anhieb wie vor seiner schweren Verletzung.

Jatta (bis 90.+4): Seinen Gegenspieler Köhn konnte der Gambier vor sechs Jahren noch im HSV-Nachwuchs beobachten. Lieferte sich mit dem Linksverteidiger packende Laufduelle.

David (ab 90.+4): Sollte durch seine Einwechslung helfen, Zeit von der Uhr zu nehmen.

Glatzel: Machte auch ohne sein siebtes Saisontor ein gutes Spiel – weil er viele Bälle hielt und keinem Zweikampf aus dem Weg ging.

Kittel (bis 69.): Spielte offiziell als Linksaußen, war offensiv aber überall zu finden. Es fehlte eigentlich nur das Tor.

Königsdörffer (ab 69.): Walter hoffte zu Recht, dass er seine Länderspieldebüt-Euphorie aus der Ghana-Reise mit nach Hannover nahm. Er traf zunächst den Pfosten und entschied am Ende nach einem Monster-Solo das Spiel.

Tabellenspitze 2. Bundesliga
1. Darmstadt 98 16 / 24:14 / 35
2. HSV 17 / 29:19 / 34
3. Heidenheim 17 / 33:20 / 33
4. Kaiserslautern 17 / 29:22 / 29
5. Hannover 96 17 / 25:18 / 28
6. SC Paderborn 16 / 34:20 / 26
7. Fortuna Düsseldorf 17 / 26:20 / 26
8. Kiel 17 / 30:28 / 25

14. FC St. Pauli 17 / 23:25 / 17

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: HSV