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Walter scherzt über mögliches Dompé-Comeback

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Jean-Luc Dompé (r.) schaute beim 2:2 des HSV gegen den FC Nordsjaelland gut gelaunt zu. Schon bald möchte der verletzte Franzose wieder mitwirken.

Jean-Luc Dompé (r.) schaute beim 2:2 des HSV gegen den FC Nordsjaelland gut gelaunt zu. Schon bald möchte der verletzte Franzose wieder mitwirken.

Foto: Witters

Der Franzose laboriert an einem Bänderanriss am Fuß. Der Coach glaubt, dass es eine schnelle Rückkehr geben könnte. Was wäre Plan B?

Hamburg. Jean-Luc Dompé ist ein höflicher Mensch. Über seinen Twitter-Account bedankte sich der der 27 Jahre alte Franzose artig für die Genesungswünsche, die ihn nach seinem im Training erlittenen Bänderanriss im Sprunggelenk erreicht hatten. Der Flügelstürmer des HSV hoffe, "sehr bald" zurück zu sein, wie er auf Englisch twitterte.

Kann HSV-Profi Dompé mit Schmerzen spielen?

Diese Hoffnung hat auch Cheftrainer Tim Walter. "Mit so einer Verletzung haben wir früher gekickt. Da haben wir Tape herumgewickelt und gut“, scherzte der 46-Jährige nach dem 2:2 im Testspiel gegen den FC Nordsjaelland.

Bleibt die Frage: Wie hart ist der Neuzugang im Nehmen? "Wenn es nach mir geht, fällt er nicht aus. Es ist eher eine Vorsichtsmaßnahme. Der Spieler muss das Ganze auch mittragen und sein Okay geben", so Walter.

HSV: Wer würde Dompé ersetzen?

Es klingt fast so, als wäre die Hoffnung da, dass Dompé womöglich schon nach der Länderspielpause im Nordderby bei Hannover 96 wieder mitwirken kann. Sollte der bisher so starke Außenstürmer ausfallen, müsste Trainer Walter improvisieren.

Die wahrscheinlichste Lösung trägt den Namen Sonny Kittel (29). Einen Großteil seiner HSV-Spiele absolvierte der Edeltechniker auf der linken offensiven Außenposition.

Seinen Stammplatz im zentralen Mittelfeld hatte Kittel beim 2:0-Sieg gegen Düsseldorf an Laszlo Bénes (25) verloren. Der Slowake gehörte gegen die Fortuna zu den auffälligsten Spielern, daher ist es unwahrscheinlich, dass der ehemalige Mönchengladbacher wieder auf die Bank muss.

HSV-Trainer Walter hat drei echte Alternativen

Eine weitere Option für die Außenbahn wäre Xavier Amaechi (21). Der Engländer war die Überraschung der Vorbereitung, machte als Joker beim 2:0-Sieg in Braunschweig am ersten Spieltag ein starkes Spiel, ehe ihn ein Bänderriss im Sprunggelenk ausbremste.

Mittlerweile ist Amaechi wieder einsatzbereit. In der Vergangenheit kam der Flügelflitzer vor allem auf der rechten Seite zum Einsatz, doch das dürfte kein Hinderungsgrund sein.

HSV: Ein Profi mit Außenseiterchancen

Das gilt auch für Ransford Yeboah Königsdörffer, der aktuell bei der Nationalmannschaft Ghanas weilt. Der 21-Jährige ist flexibel einsetzbar, kann sowohl rechts, im Zentrum als auch auf der linken Seite agieren.

Nur Außenseiterchancen als Dompé-Ersatz hätte Filip Bilbija (22). Der Neuzugang vom FC Ingolstadt spielte bei den Hamburgern bisher noch gar keine Rolle. Lediglich 73 Einsatzminuten stehen in sieben Spielen in Liga und DFB-Pokal in seiner Statistik. Auch beim Testspiel gegen Nordsjaelland konnte sich Bilbija nicht nachhaltig in Szene setzen und so Werbung in eigener Sache betreiben.

Doch vielleicht muss sich Trainer Walter ja gar nicht so viele Gedanken um den Dompé-Ersatz machen. Nämlich dann, wenn sich herausstellt, dass der Franzose hart im Nehmen ist und er seiner Ankündigun, "sehr bald" zurück zu sein, Taten folgen lässt.

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