Ex-HSV-Profi

Fiete Arp kassiert Millionen-Abfindung beim FC Bayern

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Als Kiels Fiete Arp (l.) im Hinspiel der vergangenen Saison im Volkspark eingewechselt wurde, pfiffen ihn einige HSV-Fans aus. Ein unrühmlicher Vorgang.

Als Kiels Fiete Arp (l.) im Hinspiel der vergangenen Saison im Volkspark eingewechselt wurde, pfiffen ihn einige HSV-Fans aus. Ein unrühmlicher Vorgang.

Foto: Witters

Der Stürmer könnte im Norden bleiben. Doch dafür müssen die Bayern tief in die Tasche greifen. Das liegt vor allem an Arps Vertrag.

Hamburg. Als sich Fiete Arp (22) im Sommer 2019 dem FC Bayern anschloss, war ihm bewusst, dass er es schwer haben werde, auf seine gewünschten Spielminuten in dem Münchner Starensemble zu kommen. Dass der frühere HSV-Stürmer in drei Jahren auf magere 13 Profiminuten durch eine Einwechslung im Oktober 2020 in der ersten Pokalrunde beim Fünftligisten 1. FC Düren im Rheinland kommt, ist jedoch auch für Arp frustrierend. Und so deutet derzeit vieles auf eine Trennung hin. Eine Trennung, die allerdings sehr kostspielig für die Bayern wird.

Denn Arp besitzt beim Rekordmeister noch immer sein mit insgesamt 20 Millionen Euro hoch dotiertes Arbeitspapier. Bis zu seinem Vertragsende im Sommer 2023 stünden ihm noch fünf Millionen Euro zu – auch wenn er keine Minute mehr zum Einsatz käme. Somit läuft alles auf eine Abfindung im Millionenbereich hinaus – die „Bild“ nennt eine Summe von drei Millionen Euro. Beide Parteien wären sich darüber bereits einig. Zur Erinnerung: Bayern zahlte für Arp einst eine Ablöse von drei Millionen Euro an den HSV.

Holt Kiel Ex-HSV-Profi Fiete Arp?

Der gebürtige Bad Segeberger Arp hat nicht nur finanzielle, sondern auch noch sportliche Ziele in seiner Karriere. In der vergangenen Saison war Arp an Zweitligist Holstein Kiel verliehen. Dort hat er zwar eine durchwachsene Zeit mit drei Toren und zwei Vorlagen in 25 Einsätzen hinter sich. Doch nachdem die Bayern ihn zunächst in die in der Dritten Liga spielende zweite Mannschaft abgeschoben hatten, wo er am Ende nicht mal mehr gesetzt war, zählte für Arp in Kiel vor allem, dass er überhaupt wieder eine Rolle im Profifußball spielt.

Die „Bild“ berichtet nun, dass die Schleswig-Holsteiner an einer festen Verpflichtung des Angreifers arbeiten. Die Verhandlungen seien bereits weit fortgeschritten, und im Gegenzug sollen sich die Münchner eine 35-prozentige Beteiligung bei einem möglichen Weiterverkauf gesichert haben. „Der FC Bayern und die KSV Holstein befinden sich in Gesprächen bezüglich der Zukunft des Spielers Fiete Arp. Eine Klärung über das weitere Vorgehen wird spätestens nach Ablauf der Leihzeit (30. Juni; d. Red.) erfolgen“, wird Kiels Sportchef Uwe Stöver zitiert.

Bei Holstein gilt Trainer Marcel Rapp als Förderer Arps, der nun auf sportlich bessere Zeiten hofft.

( wal )

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