Marcell Jansen

Machtkampf in der HSV-Führung: "Wir haben klare Forderungen"

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Marcell Jansen (r.) hatte sichtlich Spaß beim Benefizspiel zugunsten der Ukraine. So viel Freude hat der Machtkampf in der Führung den HSV-Fans zuletzt nicht gemacht.

Marcell Jansen (r.) hatte sichtlich Spaß beim Benefizspiel zugunsten der Ukraine. So viel Freude hat der Machtkampf in der Führung den HSV-Fans zuletzt nicht gemacht.

Foto: Witters

Am Rande des Benefizspiels für die Ukraine wurde der ehemalige Profi auch zum personellen Ausrichtung beim Zweitligaclub befragt.

Hamburg. Für einen Nachmittag konnte Marcell Jansen das sein, was er am liebsten ist: Fußballer aus Leidenschaft. Beim Benefizspiel der HSV-Legenden gegen die DFB-All-Stars zeigte der 36-Jährige, dass er noch nichts verlernt hat. Gemeinsam mit vielen ehemaligen Kollegen konnte der Präsident des HSV e.V. und Aufsichtsratschef der HSV Fußball-AG über die schönen alten Zeiten plaudern. Doch so ganz konnte sich Jansen auch nicht von andauernden Machtkämpfen auf der Führungsebene beim Hamburger Zweitligaclub freimachen.

HSV: Jansen hat klare Forderungen an den Vorstand

Zu brisant ist die Thematik, in welcher personellen Konstellation der HSV in die kommende Saison gehen wird. Bleibt Sportvorstand Jonas Boldt? Wie sieht die Zukunft von Sportdirektor Michael Mutzel aus? Bekommt Thomas Wüstefeld als Interimsvorstand ein neuen Vertrag? Können Boldt und Wüstefeld ihre persönlichen Differenzen überwinden?

Viele Themen, von denen die HSV-Fans genervt sind. Sie wünschen sich vor allem Kontinuität in der Clubführung. "Ich glaube, es wird immer viel über Kontinuität und Nachhaltigkeit gesprochen. Ich glaube, wir wissen, wer seit drei Jahren in der sportlichen Verantwortung steht und von uns viel Unterstützung bekommt. Da haben wir keine hohe Fluktuation auf der Position", sagte Aufsichtsratschef Jansen im "NDR" in Richtung Boldt.

Jansen fordert, dass der HSV den nächsten Schritt macht

Doch ein klares Bekenntnis, wie es im HSV-Vorstand weitergeht, konnte oder wollte Jansen nicht abgeben. "Seit 14 Jahren bin ich im Verein und seit dem wird sich gewünscht, dass der Aufsichtsrat nicht zu allem immer Stellung bezieht. Wir haben mit beiden Vorständen super Gespräche geführt. Natürlich haben wir auch klare Forderungen. Wir wollen nach so einer Saison den nächsten Schritt gehen. Das muss der Anspruch vom HSV sein. Alles andere müssen die Vorstände mit ihren Mitarbeitern klären. Das ist nicht unsere Aufgabe", erklärte Jansen, der auf die geplante Strukturreform in der Geschäftsstelle anspielt.

Zudem – das wird aus den Worten von Jansen deutlich – wird von der HSV-Führung, wie auch immer sie aussehen wird, gefordert, dass der Aufstieg im fünften Anlauf endlich gelingen muss. Die Hamburger werden in der neuen Spielzeit nach dem Aufstieg von Schalke 04 und Werder Bremen den mit Abstand höchsten Etat in der Zweiten Liga haben. Deshalb kann es nur ein Ziel geben. Aufstieg in die Bundesliga.

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