HSV News

Wirbel um Israel-Flagge: Tritt Mahdavikia im Iran zurück?

Mehdi Mahdavikia arbeitet im Nachwuchs des HSV und kümmert sich im Iran und die Nachwuchs-Nationalmannschaft.

Mehdi Mahdavikia arbeitet im Nachwuchs des HSV und kümmert sich im Iran und die Nachwuchs-Nationalmannschaft.

Foto: Witters

Der ehemalige HSV-Profi steht in der in seiner Heimat in der Kritik, weil dort Israel als legitimer Staat nicht anerkannt wird.

Teheran. Der iranische Fußballverband (FFI) hat nach dem Wirbel um den ehemaligen HSV-Profi Mehdi Mahdavikia (44) und eine israelische Flagge auf einem Trikot den ehemaligen Bundesligaprofi in Schutz genommen. Mahdavkia habe sich bei einem von der Fifa organisierten Freundschaftsspiel trotz der für den Iran „sportlich irrelevanten“ Umstände absolut korrekt verhalten, sagte FFI-Generalsekretär Hassan Kamranifar am Mittwoch.

Die Kritik gegen Mahdavikia als Fußballlegende und Nationalhelden sei daher grundlos und teilweise auch unfair, sagte der Generalsekretär laut Nachrichtenagentur Isna Hintergrund der Aufregungen um den ehemaligen Profi und Jugendtrainer des Hamburger SV ist ein Spiel Mitte Dezember in Katar.

Bei der Partie ehemaliger Spieler einer arabischen All-Star-Mannschaft und einer Weltauswahl spielte Mahdavikia - als einziger Nicht-Araber - im arabischen Team mit. Auf den Trikots beider Mannschaften waren die Flaggen aller Fifa-Mitglieder gedruckt, auch die Israels.

Hardliner im Parlament kritisieren Mahdavikia

Für die Hardliner im Parlament und ihnen nahe stehende Medien habe Mahdavikia die „Rote Linie“ der Sportpolitik des Landes überschritten. Der Iran erkenne Israel als legitimen Staat nicht an, Mahdavikia habe diesen Grundsatz mit dem Tragen des Trikots untergraben.

Laut Medienberichten könnte Mahdavikia deswegen auch seinen neuen Job als Trainer der iranischen Nachwuchs-Nationalmannschaft verlieren. Beobachter in Teheran glauben das nach der FFI-Reaktion zwar nicht, schließen aber einen Rücktritt von Mahdavikia selbst nicht aus.

( dpa )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: HSV