Leichtathletik

Ansah und Ansah-Peprah verlängern beim HSV

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v.l. Owen Ansah, Lucas Ansah-Preprah (Leichtathletik, Sprint) Hamburg, 18.06.2021, Olympische Spiele Tokio 2020, Einkleidungs-Roadshow Team Deutschland am Olympiastuetzpunkt Hamburg / Schleswig-Holstein OSP

v.l. Owen Ansah, Lucas Ansah-Preprah (Leichtathletik, Sprint) Hamburg, 18.06.2021, Olympische Spiele Tokio 2020, Einkleidungs-Roadshow Team Deutschland am Olympiastuetzpunkt Hamburg / Schleswig-Holstein OSP

Foto: ValeriaWitters / WITTERS

Die Topsprinter tragen trotz des Umzugs an den Bundesstützpunkt in Mannheim bis 2024 die Raute – eine Entscheidung gegen das Geld.

Hamburg/Teneriffa. Owen Ansah und Lucas Ansah-Peprah waren bestens gelaunt, als sie sich mit Trainer Sebastian Bayer am Dienstagnachmittag in die Zoom-Medienrunde einschalteten. Die positive Stimmung der beiden Sprinter vom HSV lag nicht nur am guten Wetter – im Trainingslager auf Teneriffa herrschten am Dienstag angenehme 23 Grad –, sondern vor allem an der Nachricht, die ihr Verein kurz zuvor verbreitet hatte. Obwohl die beiden Freunde ihren Lebensmittelpunkt nach Mannheim verlegt haben, um am dortigen Bundesstützpunkt zu trainieren, haben sie ihren Vertrag beim HSV bis 2024 verlängert.

„Es gab nur zwei Optionen: entweder der alte oder der neue Standort. Da war die Zuneigung und Liebe für den HSV ausschlaggebend“, erklärte Trainer Bayer. Obwohl sich auch die MTG Mannheim um die beiden Sprinter bemüht hatte, entschieden sie sich für den HSV – und gegen das finanziell attraktivere Angebot aus Mannheim. „Ich habe auch mit Familie und Freunden darüber gesprochen. Die haben aber immer nur ‚HSV, HSV, HSV‘ gesagt. Dann war es relativ einfach für mich“, sagte Owen Ansah.

HSV: Bayer trainierte die Topsprinter seit 2018

„Ich bin froh, dass sie beim HSV bleiben. Es zeigt ihren Charakter, dass sie nicht dem Geld hinterherlaufen“, sagte Bayer, der die beiden seit 2018 beim HSV trainiert hatte und sie bis zu den Olympischen Spielen in Tokio führte. Als Bayer das Angebot bekam, als Bundestrainer in Mannheim zu arbeiten, gingen seine Schützlinge mit, bezogen mit ihren Freundinnen jeweils eigene Wohnungen.

Während der 20 Jahre alte Ansah, amtierender deutscher Meister über 200 Meter, in Japan als Ersatzmann für die Staffel dabei war, lief der 21 Jahre alte Ansah-Peprah, amtierender deutscher Vizemeister über 100 Meter, mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel im olympischen Finale auf Platz sechs. „Wir wollen jetzt in jedem Jahr international dabei sein. Das große Ziel ist ein Einzelstart bei Olympia 2024“, sagt Ansah-Peprah. Im kommenden Jahr stehen zunächst die WM in Eugene (USA/15. bis 24. Juli ) und dann die Heim-EM in München (11. bis 21. August) an.

Ansah und Ansah-Peprah absolvierten Grundausbildung

Die Grundausbildung bei der Bundeswehr haben die beiden Sportsoldaten im September absolviert. Es folgte ein Trainingslager in Belek (Türkei) und aktuell auf Teneriffa. Nach einem weiteren Trainingslager im Januar auf Gran Canaria beginnt dann eine kurze Hallensaison – mit der HSV-Raute auf der Brust.

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